Urteil: Schmerzensgeld für Caroline von Monaco - DER SPIEGEL
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Urteil Schmerzensgeld für Caroline von Monaco

Die Zeitschrift "Gala" muss Caroline von Monaco 200.000 Mark zahlen. Die veröffentlichten Fotos hätten die Privatsphäre der Prinzessin verletzt, begründete das Oberlandesgericht Hamburg.
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Hamburg - Einige der beanstandeten Bilder zeigten, wie die Prinzessin von Monaco am Hochzeitstag allein für ihren verstorbenen Mann Stefano Casiraghi in der Kirche betete, das Abendmahl empfing und trauerte. Mit der Entscheidung verdoppelte das Oberlandesgericht die von der Vorinstanz ausgesprochene Entschädigungssumme. Die "Gala" werde gegen das Urteil Revision einlegen, sagte der geschäftsführende Redakteur des Blatts, Michael de Vries. Das Oberlandesgericht begründete wie schon zuvor das Landgericht die Entscheidung mit der schweren Verletzung der Persönlichkeitsrechte Carolines.

Strittig sind nach Angaben von de Vries vor allem die Fotos, die Caroline und ihren damaligen Freund und heutigen Ehemann Prinz Ernst August von Hannover küssend auf der Yacht der Prinzessin vor Mallorca zeigten. Entscheidend sei dabei die Entfernung des Bootes von der stark befahrenen Küstenstraße. Das Boot habe damals nur etwa 80 Meter vom Ufer entfernt geankert. Zudem habe sich das Paar mehrere Stunden an Deck aufgehalten und seine Zuneigung demonstriert. Eine Verletzung der Privatsphäre sei bei diesen Fotos "völlig aus der Luft gegriffen", sagte de Vries.

Es dränge sich geradezu der Eindruck auf, dass die Öffentlichkeit bewusst gesucht worden sei, erklärte der "Gala"-Redakteur. Umso unverständlicher sei es daher, dass Caroline diese Bilder nun mit Hilfe der Gerichte kommerzialisieren wolle. Bereits das Landgericht Hamburg hatte die Zeitschrift vor über einem Jahr in erster Instanz verurteilt. Damals hatte das Gericht die Strafe für die Mallorca-Fotos und für die Bilder, die Caroline betend in der Kirche zeigten, aber noch auf insgesamt 100.000 Mark festgelegt.

Vor vier Jahren hatte Caroline die bisher höchste in Deutschland verhängte Geldentschädigung von insgesamt 180.000 Mark wegen Verletzung ihrer Persönlichkeitsrechte von der Illustrierten "Bunte" erhalten.