Urteil: Vater dreier toter Babys freigesprochen - DER SPIEGEL
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Urteil Vater dreier toter Babys freigesprochen

Der Vater von drei Babys, die tot in einer Tiefkühltruhe gefunden wurden, ist wegen Mangel an Beweisen vom Vorwurf der Tötung freigesprochen worden. Seine Frau hatte die Tat zunächst zugegeben und war verurteilt worden. Dann beschuldigte sie ihren Mann.
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Zwickau - Dem Angeklagten konnten die Taten oder eine aktive Beteiligung nicht nachgewiesen werden, sagte Richter Klaus Hartmann vom Landgericht. Der 35 Jahre alte Mann war angeklagt, zwischen 1993 und 1999 im sächsischen Mühltroff drei Säuglinge nach der Geburt erstickt, in Plastiktüten verpackt und in die Tiefkühltruhe gelegt zu haben.

Die Mutter der Kinder war bereits im Jahr 2000 wegen Totschlags zu 13 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt worden. Später beschuldigte sie ihren Mann. Sowohl Staatsanwalt als auch Verteidiger hatten in ihren Plädoyers Freispruch beantragt. Das Verfahren habe keine Beweise für eine Schuld des 35 Jahre alten Angeklagten erbracht, betonten beide Seiten. Der auf der Insel Rügen lebende Baggerfahrer hatte die Tat vor Gericht bestritten.

Vor Gericht verweigerte die Frau unerwartet die Aussage zum Tatgeschehen. Sie wurde unter Ausschluss der Öffentlichkeit vernommen, nach Angaben des Staatsanwalts sei aber "nichts von der Zeugin gekommen". Sie sei sprunghaft, habe widersprüchliche Angaben gemacht und sei unglaubwürdig.