US-"Big Brother": Einbeiniger Eddie gewann 500.000 Dollar - DER SPIEGEL
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US-"Big Brother" Einbeiniger Eddie gewann 500.000 Dollar

Die erste "Big Brother"-Staffel in den USA ist zu Ende: Der 21-jährige New Yorker Eddie McGee verblieb als letzter im Wohncontainer und streicht nun eine halbe Million Dollar Siegesprämie ein.
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"Ich bin ergriffen und gerührt", sagte Eddie, als er am Freitag im ärmellosen schwarzen T-Shirt und mit verschlissener Baseballkappe aus dem "Big Brother"-Wohncontainer trat. Überzeugende 59 Prozent der Zuschauer hatten den New Yorker zuvor zum Sieger der auch in den USA kontrovers diskutierten Reality Soap gekürt. Der sympathisch-großmäulige McGee, der sein linkes Bein durch eine Krebserkrankung verlor, kümmerte sich während seiner Zeit im Container stets liebevoll um das Haus-Maskottchen, den Mops Chiquita. Er war der jüngste Kandidat der amerikanischen "Big Brother"-Version, deren erste Staffel sich mit 10 Kandidaten über 88 Tage streckte.

Überraschend kam Eddies Erfolg wohl für keinen der Beteiligten. In einer Diskussionsrunde mit den zuvor ausgeschiedenen Kandidaten, die vor dem freitagabendlichen Finale ausgestrahlt wurde, vermuteten nahezu alle Ex-Bewohner einen sicheren Sieg McGees. Der umarmte zunächst einmal seinen letzten verbliebenen Mit-Insassen, den flirtstarken Studenten Josh Souza, der 100.000 Dollar für den zweiten Platz kassiert. Dritter wurde der angehende Anwalt Curtis Kin, der als letzter aus dem Wohncontainer gewählt worden war. Er bekommt immerhin noch 50.000 Dollar Preisgeld.

Die unter Endemol-Lizenz vom Fernsehsender CBS produzierte Game Show ist in den USA - im Gegensatz zu europäischen Ländern wie Holland, Spanien oder Deutschland - kein so großer Erfolg gewesen. Die Quote blieb mit durchschnittlich 9,3 Millionen Zuschauern bis zum Schluss eher mickrig, zudem geriet CBS wegen fragwürdiger Praktiken zur Attraktivitätssteigerung des Voyeur-Spektakels immer wieder unter harschen Beschuss der Medien. Gegen die Popularität des amerikanischen "Inselduell"-Pendants "Survivor" konnte "Big Brother" nichts ausrichten. Trotzdem plant der Sender bereits die nächste Staffel.