US-Hochzeitsshow Millionärsgattin will die Scheidung
Washington - "Ich will sein Geld nicht. Ich will nur mein Leben zurück," sagte die frisch verheiratete Darva Conger, 34, am Mittwoch dem amerikanischen TV-Sender ABC. Die Ehe sei zu Ende. Sie bemühe sich nun um die Scheidung. "Nie im Leben habe ich diese Verbindung als eine echte Ehe empfunden. Weder in meinem Herzen, noch vor Gott."
Die erste Folge der Reality-Show "Who wants to marry a Multimillionaire?" (Wer will einen Multimillionär heiraten?) war in den USA wie eine Bombe eingeschlagen. Seither steht Amerika Kopf. Multimillionär Rick Rockwell, 42, hatte die Krankenschwester aus Santa Barbara vor laufender Kamera unter 50 Frauen ausgesucht. Ein Friedensrichter vermählte die beiden Fremden, nachdem sie einen Ehevertrag unterzeichnet hatten, der Rockwells Vermögen schützt. Doch das junge Glück währte nicht lange. Der vermeintliche Märchenprinz wurde von der Vergangenheit eingeholt. 1991 war er von seiner damaligen Verlobten verklagt worden: Er habe sie angegriffen und gedroht, sie umzubringen.
Seither konkurrieren Fernseh- und Radiosender um die neuesten Enthüllungen im Fall der Braut, die jetzt keine mehr sein will, und ihres Gatten, der sich als Schuft entpuppt hat. Die blonde Darva Conger verlässt ihr Haus inzwischen nur noch in Begleitung eines Bodyguards, im Laufschritt und auf der Flucht vor der Presse. Rick Rockwell, der die Krankenschwester in der Show ausgewählt und sie vor laufenden Kameras geehelicht hatte, rennt nicht. Vor seinem Haus in der kalifornischen Küstenstadt Encinitas 40 Kilometer nördlich San Diego - verteilt er Pepperoni-Pizza an die wartenden Journalisten. "Ich weiß nicht, was aus unserer Ehe wird. Aber ich kann euch sagen, sie ist eine tolle Person."
"Er ist wirklich kein Mann, mit dem ich eine freundschaftliche Beziehung haben möchte," sagt dagegen seine Angetraute. Rockwells Annährungsversuche gingen ihr einfach zu schnell. Schon der erste Kuss war eine Zumutung. Als der Bräutigam sie auswählte, "bin ich zuerst erschrocken. Als er mir dann einen Zungenkuss gab, war ich entsetzt. Dass hatte ich nicht von jemanden erwartet, der vorgibt, mich zu respektieren und mich als Person zu schätzen. Er hätte mich auf die Wange küssen sollen." Auf der Hochzeitskreuzfahrt durch die Karibik sei sie keinen Moment mit Rockwell allein gewesen. In seiner Nähe habe sich einfach unwohl gefühlt. "Ich hatte in keiner Sekunde vor, mit ihm ins Bett zu gehen."
Am Dienstag hatte der Fernsehsender Fox erklärt, es werde keine weiteren Folgen der Show geben. "Das Risiko ist es nicht wert," erklärte Mike Darnell, der die Idee zur Show entwickelt hatte.