US-Schule: Amokläufer töten 15 Menschen - DER SPIEGEL
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US-Schule Amokläufer töten 15 Menschen

Bei dem Massaker in der Columbine High School sind nach neuesten Angaben mindestens 15 Menschen ums Leben gekommen. Etwa 20 weitere seien schwer verletzt worden. Zuvor war noch von 25 Toten die Rede gewesen. Bei dem Überfall schossen zwei Jugendliche mit Schußwaffen und Sprengsätzen auf Mitschüler und Lehrer.
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Littleton - Die beiden Verdächtigen wurden inzwischen von Mitschülern identifiziert: Eric Harris und Dylan Klebold besuchten die vorletzte Klasse der Columbine High School, in einem Vorort von Denver, Colorado. Die beiden Schützen wurden mit Granaten an ihren Körpern tot aufgefunden. Sie gehörten offenbar zu einer Gruppe namens Trenchcoat-Mafia. Diese etwa zehn Schüler gelten als Waffennarren, sind mit rassistischen Äußerungen aufgefallen und tragen stets lange Mäntel. Das Motiv des Überfalls sei dennoch unklar, sagte ein Sprecher des US-Sheriffs, da die Gruppe bislang nicht durch Gewalttaten aufgefallen sei.

Gegen 11.30 Uhr (Ortszeit) am Dienstag stürmten die maskierten Jugendlichen in schwarzen Trenchcoats die Schule und eröffneten auf dem Parkplatz das Feuer. Sie schossen in der Cafeteria um sich und gingen in den ersten Stock in die Bibliothek. Bewaffnet waren sie mit einem Sturmgewehr und zwei abgesägten Schrotflinten. Einer der Täter schrie: "Alle Sportler aufstehen. Wir werden euch alle erschießen". Nach den Schüssen hätten sie gelacht, als hätten sie den Spaß ihres Lebens, berichtete der Schüler Aaron Cohen. Nach Augenzeugenberichten hätten die beiden Amokläufer gezielt auf Schwarze, lateinamerikanische Schüler und besonders sportliche Schulkameraden geschossen.

Viele Schüler warfen sich zu Boden und blieben stundenlang liegen, bevor Sicherheitskräfte in die Schule eindrangen. Eltern versammelten sich in einer nahegelegenen Grundschule und mußten bis zu zehn Stunden auf eine Nachricht von ihren Kindern warten. FBI-Beamte betraten das Schulgebäude wegen angeblich gelegter Minen äußerst vorsichtig. Es wurden mindestens zwölf Sprengfallen gefunden.

In den USA ist es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Schießereien in Schulen gekommen. Zwei Menschen wurden bei einem Überfall in Pearl, Mississippi, getötet, drei in West Paducah (Kentucky), fünf in Jonesboro (Arkansas) und zwei in Springfield (Oregon).

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