US-Virenexperte: Tod im Mississippi - DER SPIEGEL
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US-Virenexperte Tod im Mississippi

Das FBI interessierte sich wegen eines möglichen Zusammenhanges mit Terrorakten für den Fall: Seit einem Monat wird der amerikanische Molekularbiologe Don Wiley vermisst. Nun fand man ihm tot im US-Bundesstaat Louisiana.
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Memphis - Nach Polizeiangaben trieb Wiley im Mississippi. Arbeiter eines Wasserkraftwerkes hätten die Leiches des Professors am Donnerstag gefunden. Die Behörden machten jedoch noch keine Angaben zur Todesursache.

Don Wiley galt als Experte für Viren, wie beispielsweise dem tödlichen Ebola-Virus. Vor dem 11. September wäre der Fall Wileys vermutlich im Berg der Vermisstenakten verschwunden. Doch nach den Terroranschlägen in New York und Washington sowie den tödlichen Anthrax-Briefen hatte das mysteriöse Verschwinden Wisleys beim FBI höchste Priorität. Ebola wird immer auch Zusammenhang mit terroristischen Anschlägen und Biowaffen genannt wird.

Die Polizei hatte vermutet, der Professor habe Selbstmord begangen. Die Familie des Toten und Kollegen von der Harvard-Universität im US-Bundesstaat Massachusetts hatten dies jedoch stets bestritten. Er habe nie einen niedergedrückten Eindruck gemacht, so ihr Einwand.

Wiley war zuletzt am 18. November bei einer Mediziner-Konferenz in Memphis gesehen worden. Wenig später hatte man den Mietwagen des Wissenschaftlers auf einer Brücke abgestellt gefunden, der Schlüssel im Zündschloss steckte noch. Seinem 85-jährigen Vater hatte der Wissenschaftler am Tag seines Verschwindens eine kurze Notiz hinterlassen: "Bin Joggen, komme später wieder."

Professor Wiley erhielt vor zwei Jahren einen Wissenschaftspreis für seine Forschungen über die Reaktion des menschlichen Immunsystems auf tödliche Viren. Er wurde dadurch auch einem größeren Publikum bekannt.