USA 22 Menschen sterben im Eissturm
New York - "Es ist der schlimmste Eissturm, den wir je gesehen haben", sagte ein Manager des Stromversorgers Duke Power in North Carolina. Allein dort waren eine Million Menschen ohne Strom, nachdem sich gefrierender Regen auf den Stromleitungen festgesetzt hatte. Die Behörden in North Carolina und anderen südlichen Bundesstaaten waren auf die ungewöhnliche Kälte und den Schnee nicht vorbereitet. Der Wintersturm zog in einem breiten Streifen von Nordtexas bis in die Neuenglandstaaten.
Von Arkansas bis North Carolina starben mindestens 22 Menschen bei Autounfällen auf vereisten Straßen. Im Staat Virginia erfror nach Angaben der Polizei eine Frau in ihrem Auto, nachdem sie von eisglatter Straße abgekommen und liegen geblieben war. "Überall liegen Wracks. Es wird noch schlimmer werden", sagte der Polizeisprecher im Bundesstaat Virginia im Rundfunk.
Für Hunderttausende Flugreisende brachte das Unwetter stundenlange Verspätungen. Am schlimmsten traf es den Flughafen LaGuardia bei New York, wo einige Passagiere 16 Stunden ausharren mussten. In Charlotte, dem Drehkreuz der Fluggesellschaft US Airways, konnten wegen der Stromausfälle 100 Flugzeuge nicht enteist werden. Die Flüge wurden gestrichen, 3000 Passagiere saßen fest.
In der Umgebung der US-Hauptstadt Washington fielen bis zu 25 Zentimeter Schnee. Dort blieben die meisten Schulen geschlossen. Auch für die meisten Schüler in den Staaten North und South Carolina fiel am Donnerstag der Unterricht aus.