USA Armee entwickelte waffenfähige Milzbranderreger
Washington - Die Anthrax-Sporen, die Militärwissenschaftler entwickelt haben, gehören zum Typ "Ames" und entsprechen amerikanischen Medienberichten zufolge dem Milzbrand-Pulver, das in den vergangenen Monaten in den Terrorbriefen verschickt wurde. Mitarbeiter des Forschungszentrums in Dugway im US-Staat Utah hätten bestätigt, mit einem solchen Material gearbeitet zu haben, berichteten "Washington Post", "New York Times" und "Baltimore Sun" unter Bezug auf eine Veröffentlichung der Forscher. Nach ihrer Absage an Biowaffen im Jahr 1969 räumte die US-Regierung damit erstmals ein, diese lebensgefährlichen Bakterien entwickelt zu haben. Seit 1992 sei in dem Labor Anthrax-Material in kleinen Mengen und in trockener Form produziert worden, um Abwehrmöglichkeiten im Fall von Biowaffenangriffen zu erforschen.
Der "Washington Post" zufolge wurden die Proben in den vergangenen Jahren mehrmals zwischen dem Forschungszentrum in Utah und dem Armeezentrum in Fort Detrick im US-Staat Maryland hin und her befördert. Sie seien in nasser Form gesandt worden, um die Risiken möglichst klein zu halten. Zum Transport wurde ein privater Postdienst genutzt.
Fünf Menschen waren in den vergangenen Monaten an den Folgen von Milzbrand gestorben.