USA: Buschbrand bedroht Atomforschungsanlage - DER SPIEGEL
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USA Buschbrand bedroht Atomforschungsanlage

Im Westen der USA nähert sich ein Buschbrand der Atomforschungsanlage Hanford. Zahlreiche Wohnhäuser in Richland im US-Staat Washington sind bereits niedergebrannt, etwa 40.000 Hektar Wald wurden vernichtet.
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Richland - Am Mittwochabend überquerten die Flammen den Fluss Yakima westlich der Stadt. 70.000 Einwohner der Region mussten ihre Häuser aus Sicherheitsgründen verlassen. Mehrere Straßen wurden gesperrt. Das Feuer war am Dienstag von einem verunglückten Auto ausgegangen.

Am Mittwoch näherten sich die Flammen dann der Atomforschungsanlage, in der Abfall aus der Produktion von Nuklearwaffen gelagert wird. Die Behörden riefen kurzzeitig den Notstand aus, bis der Wind drehte und das Feuer in eine andere Richtung trieb. Das Energieministerium erklärte, es sei keine Strahlung ausgetreten. Hanford wurde während des Zweiten Weltkriegs als Teil des Manhattan-Projekts zum Bau einer Atombombe eingerichtet. Heute ist es für die Beseitigung von Nuklearabfällen zuständig. Atomkraftgegner warnten vor einer möglichen Verstrahlung der Umwelt durch das Feuer. Am Donnerstag sollten die Flammen mit Löschflugzeugen bekämpft werden.

Anfang Mai fegte ein Buschbrand durch die Atomforschungsanlage in Los Alamos im US-Staat New Mexiko. Einige historische Gebäude aus der Zeit des Manhattan-Projekts in den vierziger Jahren brannten nieder.