USA: Drei Tote bei Schießerei im Kloster - DER SPIEGEL
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USA Drei Tote bei Schießerei im Kloster

Ein bewaffneter Mann hat im US-Bundesstaat Montana unter Mönchen einer Benediktiner-Abtei ein Blutbad angerichtet. Anschließend tötete er sich selbst. Ob es eine Verbindung zu den Missbrauchskandalen in der US-Kirche gibt, ist unklar.
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Conception - Mit einem Sturmgewehr und einer abgesägten Flinte war ein 71-Jähriger am Montag in das Kloster Conception im US-Bundesstaat Missouri eingedrungen und hatte das Feuer eröffnet. Zwei Mönche, 85 und 64 Jahre alt, wurden dabei getötet. Zwei weitere wurden schwer verletzt. Die anderen Glaubensbrüder schlossen sich nach den ersten Schüssen in ihren Zellen ein. Der Schütze nahm sich anschließend in der Kapelle der Abtei das Leben. In der Abtei, in der 19 Priester und acht Mönche arbeiten, befindet sich auch ein Priesterseminar, in dem 97 Studenten ausgebildet werden.

Das Motiv für die Tat war noch unklar. Auch die Durchsuchung der Wohnung des Täters hat bislang keine Aufschlüsse gebracht. Vertreter der Abtei erklärten, ihnen sei der Täter nicht bekannt. Für eine Verbindung zu den Sexskandalen, die die katholische Kirche in den USA zuletzt erschütterten, gebe es keine Hinweise, erklärte eine Sprecherin der Diözese von Kansas-City.

Seit April haben sich in den USA zwei Priester das Leben genommen. Gegen die beiden Geistlichen aus Cleveland und Maryland waren Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs erhoben worden. In Baltimore hatte am 13. Mai ein 26-Jähriger auf einen Pastor geschossen und ihn verletzt. Der junge Mann sagte nach der Tat, er sei vor Jahren von dem Geistlichen missbraucht worden.