USA: "Isidore" setzt New Orleans unter Wasser - DER SPIEGEL
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USA "Isidore" setzt New Orleans unter Wasser

Tropensturm Isidore, der seit Tagen in Mexiko für schwere Verwüstungen gesorgt hat, bedroht nun die US-Küste. Im Bundesstaat Louisiana flohen die Bewohner der Küstenstädte ins Landesinnere, weite Teile von New Orleans stehen bereits unter Wasser.
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Erste Ausläufer der Wetterfront haben bereits für heftige Regenfälle und starke Windböen an der Küste der US-Bundesstaaten Louisiana, Mississippi und Alabama gesorgt. Überflutete Straßen wurden aus New Orleans gemeldet. Da große Teile der Stadt bis zu zwei Metern unter dem Meeresspiegel liegen, wird dort mit erheblichen Überschwemmungen gerechnet. Aus den tief liegenden Küstengemeinden südlich der Großstadt, darunter die Insel Grand Isle, wurden mehr als 10.000 Menschen evakuiert.

Der Schulunterricht in den betroffenen Regionen wurde abgesagt, ebenso Flüge. Der Sturm, der über Mexiko und Kuba als Hurrikan gewütet hatte, und dann zum Tropensturm herabgestuft wurde, sammelte auf seinem Weg von Mexiko über den Golf Richtung Norden wieder neue Kraft.

Rund 360 Kilometer weiter östlich in Florida löste "Isidore" einen Tornado aus. Berichte über Verletzte dort gab es zunächst nicht, aber Gouverneur Jeb Bush rief für Teile des Staates den Notstand aus.

In der Karibik hat sich derweil der dritte Wirbelsturm der erst vor zwei Wochen begonnenen Hurrikan-Saison gebildet. Das Frontensystem "Kyle" befand sich am Mittwoch rund 950 Kilometer südlich der britischen Bermuda-Inseln. Der Hurrikan wird nach Einschätzung der Meteorologen vermutlich nur für die Schifffahrt eine Gefahr darstellen. Tropensturm "Lili" nährt sich momentan Haiti und der Dominikanischen Republik. Ein Meteorologe des Hurrikan-Zentrums in Miami erklärte, "Lili" werde von starken Regenfällen begleitet, so dass es in den betroffenen Gebieten zu Erdrutschen kommen könnte. Es wird erwartet, dass der Sturm am Freitag den US-Stützpunkt Guantanamo auf Kuba erreichen wird.

Sturmwarnung bestand auch an der mexikanischen Pazifikküste nordwestlich von Acapulco. Dort näherte sich der Tropensturm "Julio" den Stränden zwischen Zihuatanejo und Punta San Telmo.

Die Hurrikan-Saison begann in diesem Jahr ungewöhnlich spät. Der erste Sturm, der die bei einer Windgeschwindigkeit von 119 Stundenkilometern festgelegte Schwelle vom tropischen Sturm zum Hurrikan überwand, war am 10. September "Gustav".