USA: Kennedy-Unfall sorgt für Wirbel - DER SPIEGEL
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USA Kennedy-Unfall sorgt für Wirbel

Patrick Kennedy war nachts mit seinem Wagen in eine Absperrung am Kongress gerast. Statt einen Alkoholtest zu machen, chauffierte die Polizei den Abgeordneten jedoch nach Hause. Dabei sei der Neffe des ermordeten Präsidenten John F. Kennedy torkelnd ausgestiegen.
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Washington - Kennedy, dessen Vater Edward seit 1962 als Senator von Massachusetts im Kongress sitzt, wehrte sich gegen den Vorwurf, er habe wegen seiner berühmten Familie eine Sonderbehandlung erhalten. Er sei nicht betrunken gewesen, sondern habe unter Medikamenteneinfluss gestanden.

Die Polizei griff Kennedy am frühen Donnerstagmorgen in der Nähe des Kapitols auf. Kennedy habe einen "betrunkenen Eindruck" gemacht und gesagt, er müsse an einer Abstimmung teilnehmen, berichteten US-Medien unter Berufung auf den Polizeibericht. Das Abgeordnetenhaus hatte seine Sitzung zum Zeitpunkt des Unfalls jedoch längst beendet.

Kennedy sagte später, er habe unter dem Einfluss einer Schlaftablette und von Medikamenten wegen einer Magen- und Darmgrippe gestanden und sei offensichtlich verwirrt gewesen. Der Polizeichef ordnete eine interne Untersuchung an um herauszufinden, warum Kennedy keinen Alkoholtest machen musste.

Sein Vater Edward war 1969 in einen Autounfall mit tödlichem Ausgang verwickelt, bei dem ebenfalls Vorwürfe über eine Sonderbehandlung des prominenten Familienclans laut wurden. Edward Kennedy stürzte nach eigenen Angaben mit seinem Auto nach einer Party auf der Insel Chappaquiddick vor der Ostküste über eine Brücke.

Er rettete sich, seine Beifahrerin kam ums Leben. Kennedy verständigte die Polizei erst viele Stunden später nach Rücksprache mit seinem Anwalt. Gegen Kennedy wurde trotzdem lediglich wegen Fahrerflucht ermittelt.

jto/dpa