USA: Mehrere Tote nach schweren Tornados - DER SPIEGEL
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USA Mehrere Tote nach schweren Tornados

Schwere Wirbelstürme haben Teile des US-Bundesstaates Alabama verwüstet. Mindestens zehn Menschen kamen ums Leben.
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Tuscaloosa - Am schwersten betroffen war die Region um die Stadt Tuscaloosa in Alabama. Dort raste ein schwerer Wirbelsturm durch ein Wohngebiet und eine Wohnwagensiedlung, berichtete der Nachrichtensender CNN in der Nacht zum Sonntag. Allein dort seien zehn Menschen getötet worden. Dutzende weitere wurden verletzt.

"Es dröhnte, und der Wind blies. Man wusste nicht, ob man das überlebt oder nicht", erzählte eine Bewohnerin der Siedlung. Ein anderer Augenzeuge berichtete, wie der Sturm einen kleinen Pick-up und dessen Insassen durch die Luft wirbelte.

An den Rettungs- und Bergungsarbeiten bei Tuscaloosa beteiligte sich auch die Nationalgarde. Zwei Menschen wurden am Sonntag noch vermisst. "Es gab Leute, die für Weihnachtseinkäufe weggegangen sind. Wir wissen einfach nicht, wo sie sind", sagte Sheriff Ted Sexton. Bei weiteren Tornados in Alabama wurden etwa 20 Personen verletzt und zahlreiche Häuser beschädigt.

In anderen Landesteilen legten Schneestürme und Eiseskälte weiter das öffentliche Leben lahm. In Minnesota wurden Temperaturen bis zu 44 Grad unter dem Gefrierpunkt gemessen. In den nördlichen Plains forderte die Polizei die Menschen auf, zu Hause zu bleiben.

Aufgewirbelter Schnee reduzierte die Sicht praktisch auf Null. Im US-Staat Wyoming wurden Autobahnen in der Nacht zum Sonntag gesperrt. "Wenn jetzt jemand auf die Straße geht, ist er verrückt", sagte ein Mitarbeiter der Autobahnpolizei.

Noch immer mussten zahlreiche Menschen ohne Strom auskommen. Allein im Staat Arkansas hatten 100.000 Haushalte und Geschäfte keine Elektrizität. Weitere rund 60.000 Haushalte waren in Texas und Louisiana vom Stromnetz abgeschnitten.