Florida: Mindestens 13 Tote durch Hurrikan "Michael" - DER SPIEGEL
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Hurrikan in den USA: "Michael" traf die Küste mit voller Wucht

Foto: Chris Urso / AP

Hurrikan "Michael" "Es sieht aus, als wäre eine Bombe hochgegangen"

Hurrikan "Michael" hat die Südostküste der USA mit voller Wucht getroffen. Mindestens 13 Menschen starben, Orte wurden zerstört. Inzwischen ist die Gefahr gebannt. Doch die Behörden rechnen mit weiteren Todesopfern.
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Straßen sind verwüstet, Menschen haben ihr Zuhause verloren und die Zahl der Todesopfer nimmt weiter zu. Bei dem schweren Hurrikan "Michael" an der Südostküste der USA sind mindestens 13 Menschen gestorben. Zum Teil war die Rede von 16 oder 17 Todesopfern, doch zunächst gab es nicht für alle Fälle eine offizielle Bestätigung.

Floridas Gouverneur Rick Scott sagte nach einem Besuch in Mexico Beach, die Stadt sei völlig verwüstet. "Es sieht aus, als wäre eine Bombe hochgegangen, wie in einem Kriegsgebiet." Das Wichtigste sei nun, das Schicksal der Bewohner zu klären, die sich den Evakuierungaufforderungen vor dem Sturm widersetzt hätten.

"Ich habe das Gefühl, dass sie noch weitere Opfer finden werden", sagte Senator Marco Rubio aus Florida. Auch der Chef der Katastrophenschutzbehörde Fema, Brock Long, rechnete mit weiteren Opfern unter den Trümmern. Er hoffe zwar, dass die Opferzahl nicht "dramatisch" steigen werde. "Aber ich habe Grund zu der Annahme, dass wir in einige der am schlimmsten betroffenen Gebiete noch gar nicht vorgedrungen sind", sagte Long.

Die Rettungskräfte schickten am Freitag Spürhunde in die Trümmer eingestürzter Häuser. Einige Bewohner, die sich vor dem Sturm in Sicherheit gebracht hatten, kamen mit Liefer- und Umzugswagen in die Stadt zurück, um im Schutt ihrer Häuser nach Habseligkeiten zu suchen.

Der Sturm hinterließ eine massive Verwüstung. Einzelne Ortschaften wurden in weiten Teilen zerstört und überflutet, Bäume entwurzelt und Stromleitungen umgerissen, Häuser stürzten ein.

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Hurrikan "Michael": Mit 250 Kilometern pro Stunde über Florida hinweg

Foto: AFP/NOAA/RAMMB

Nach Angaben von US-Medien und Behörden waren am Freitagmorgen mehr als 1,5 Millionen Anschlüsse in den betroffenen Bundesstaaten ohne Strom. Die Katastrophenschutzbehörde in Virginia alleine meldete noch am Freitagnachmittag mehr als 380.000 Stromausfälle und 1500 gesperrte Straßen. Virginias Gouverneur Ralph Northam sagte, in seinem Bundesstaat gebe es noch immer Überschwemmungen, viele Trümmer, umgestürzte Bäume und unpassierbare Straßen. Er mahnte, noch sei die Hurrikan-Saison nicht zu Ende. "Wir könnten sehr gut weitere Stürme erleben in den nächsten Wochen."

Video: Hurrikan "Michael" verwüstet Florida

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"Michael" war am Mittwoch in der Nähe des Ortes Mexico Beach in Florida auf die Küste getroffen - als Hurrikan der Kategorie vier mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 250 Kilometern pro Stunde. Er lag damit nur knapp unter der höchsten Kategorie fünf. Nach Angaben des Nationalen Wetterdienstes war es der stärkste Hurrikan, der diesen Teil Floridas seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1851 traf.

"Michael" zog danach weiter nach Georgia, wo er vom Hurrikan zu einem tropischen Sturm heruntergestuft wurde. Er streifte Alabama, bevor er sich weiterbewegte über South Carolina, North Carolina, Virginia und Delaware. Inzwischen befindet sich der Sturm über dem Atlantik. Das Nationale Hurrikan-Zentrum hob alle Sturmwarnungen für die USA im Zusammenhang mit "Michael" auf.

Trump kündigte am Freitag via Twitter an, er wolle zu Beginn der kommenden Woche Florida und Georgia besuchen. Man kümmere sich um alle Gebiete und Staaten, die der Hurrikan heimgesucht habe, versprach Trump. "Wir sind bei euch!"

Bei einem Wahlkampfauftritt im US-Bundesstaat Ohio sagte Trump: "Das war ein bösartiger Hurrikan." Der Sturm sei einer der stärksten gewesen, die das Land erlebt habe.

Erst Mitte September hatte Tropensturm "Florence" die Südostküste der USA getroffen und vor allem in North und South Carolina schwere Überschwemmungen verursacht. Mehrere Dutzend Menschen kamen durch "Florence" und die Folgen des Sturms ums Leben.

sen/dpa/AFP