USA Rohrbomber gesteht Anschlagserie
Washington - Nach Medienberichten vom Donnerstag hat der Mann zugegeben, über 20 selbst gebastelte Sprengsätze in Briefkästen in fünf verschiedenen Bundesstaaten deponiert zu haben. Sechs Bomben explodierten und verletzten vier Postboten sowie zwei Einwohner. Als Motiv gilt Unzufriedenheit mit der Regierung gepaart mit Geltungsbedürfnis.
Luke John Helder war am Dienstag nach einer Autoverfolgungsjagd mit einem Tempo von über 160 Stundenkilometer bei Reno (Nevada) gestellt worden. In seinem Wagen fand die Polizei sechs weitere Sprengsätze. Während seiner Fahrt durch die Bundesstaaten zum Bombenlegen war Helder wegen Verkehrsverstößen drei Mal gestoppt worden und hatte sogar ein Mal dabei eine Anspielung auf seine Aktionen gemacht - aber die Polizei ließ ihn weiter fahren.
Das Bedürfnis, sich mitzuteilen, wurde Helder aber schließlich doch zum Verhängnis. Zusammen mit den Rohrbomben hatte er Schreiben deponiert, in denen er sich über Ungerechtigkeit, Armut, Bürokratie und Kontrolle im Land beklagte. Einen ähnlichen Brief mit seiner eigenen Unterschrift schickte er Anfang der Woche auch an eine Studentenzeitung in Wisconsin. Dadurch wurde er als Rohrbomben-Attentäter entlarvt, und die Polizei löste eine Großfahndung aus.