USA: Tornado wütet in Oklahoma City - DER SPIEGEL
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USA Tornado wütet in Oklahoma City

Über hundert verletzte Menschen und zahlreiche zerstörte und abgedeckte Häuser. Das ist die Bilanz eines Wirbelsturms, der die Hauptstadt des US-Bundesstaates Oklahoma traf. Vor vier Jahren wurde die Großstadt schon einmal von einem Tornado verwüstet.
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Oklahoma City - Ein schwerer Tornado hat am Donnerstag die amerikanische Großstadt Oklahoma City (US-Bundesstaat Oklahoma) getroffen. Etliche Wohngebiete wurden in der Stadt und der Umgebung verwüstet, berichten US-Medien. 118 Menschen seien verletzt, 20 davon schwerer, berichtet Paul O'Leary, Sprecher der städtischen Ambulanz.

TV-Berichte zeigten zerstörte Wohnhäuser, umgeworfene Lastwagen und entwurzelte Bäume aus der Region. Etwa gegen fünf Uhr am Nachmittag (Ortszeit), während des Berufsverkehrs, warnten die Sirenen vor dem drohenden Unwetter. Fünfzehn Minuten später traf der Tornado den Vorort Moore und bewegte sich dann nach Osten weiter. Rund 300 Häuser hat der Wirbelsturm dort zerstört, 1500 beschädigt.

In der Stadt wurde eine Montagefabrik von General Motors beschädigt. Betroffen ist auch der US-Luftwaffenstützpunkt Tinker bei Oklahoma City, auf dem AWACS-Radarflugzeuge und B-52 Bomber stationiert sind. Im Osten von Kansas haben starke Winde ebenfalls Dächer abgedeckt. Möglicherweise ist der Tornado auch der Grund dafür, dass ein Zug entgleist ist.

  • Flash-Animation: Wie entsteht ein Tornado?
Am 3. Mai 1999 hatte ein Tornado in genau diesem Gebiet von Oklahoma City und der Stadt Norman 44 Menschen getötet und Schäden in Höhe von einer Milliarde Dollar angerichtet. Viele Häuser, die damals zerstört wurden, sind gerade erst wieder aufgebaut worden.

Der Mittlere Westen der USA wird seit Tagen von Gewitterfronten und Tornados heimgesucht. Im Frühjahr und Frühsommer entstehen hier bis zu tausend Tornados pro Jahr - als "Tornado-Allee" werden Oklahoma, Kansas, Nebraska und Texas scherzhaft bezeichnet. Der Grund dafür ist warme und feuchte Luft, die aus dem Golf von Mexiko heraufzieht. Gleichzeitig liegen im Norden ausgedehnte Kaltluftgebiete. Wenn diese unterschiedlichen Wetterfronten aufeinander prallen, erzeugen sie Stürme und Gewitter.