USA Zweitem Oklahoma-Bomber droht Todesstrafe
McAlester - Das Urteil erfolgte knapp zehn Jahre, nachdem Nichols zusammen mit Timmothy McVeigh das Gebäude einer Bundesbehörde in der Landeshauptstadt Oklahoma City in die Luft gesprengt hatte. Bei dem bis dahin verheerendsten Attentat auf amerikanischem Boden starben 168 Menschen, 500 wurden verletzt.
In dem Mordprozess in McAlester in Oklahoma wurde der 49-jährige Nichols schuldig gesprochen, einer der aktiven Drahtzieher hinter dem Anschlag gewesen zu sein. Die Verteidigung hatte dagegen zu argumentieren versucht, Nicols sei von dem inzwischen hingerichteten McVeigh ausgenutzt und angestiftet worden. Außerdem seien noch andere, bislang unbekannte Personen in den Anschlag verwickelt.
Während der Explosion befand sich Nichols rund 300 Kilometer entfernt zu Hause in Kansas. Nach Überzeugung der Anklage hatte Nichols aber bereits sieben Monate vor dem Anschlag den Treibstoff und den Dünger gekauft, aus dem dann die Bombe gebaut wurde. Zusammen mit McVeigh habe Nichols auch die Zünder besorgt.
Bereits 1998 hatte ein Bundesgericht Nichols zu lebenslanger Haft verurteilt. Die Jury hatte aber damals von der Todesstrafe abgesehen, weil ihr die Rolle Nichols unter den Verschwörern unklar geblieben war. Daraufhin hatten die Justizbehörden von Oklahoma einen zweiten Versuch unternommen, um Nichols in die Todeszelle zu schicken. In dem Prozess wurden mehr als 260 Zeugen gehört und rund 1200 Beweisstücke gesichtet.
Am kommenden Dienstag wird darüber verhandelt, ob es bei einer lebenslangen Haftstrafe bleibt oder ob Nichols mittels Giftspritze exekutiert wird.