Usbekistan: 19 Tote bei Anschlägen - DER SPIEGEL
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Usbekistan 19 Tote bei Anschlägen

Usbekistan ist von einer Anschlagsserie erschüttert worden, bei der 19 Menschen getötet und 26 verletzt wurden. Laut Generalstaatsanwalt Raschid Kadyrow sind islamische Extremisten für die Taten verantwortlich.
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Taschkent - Kadyrow zählte heute zwei Selbstmordanschläge in der Hauptstadt Taschkent, Angriffe auf Polizisten und eine Explosion in einer mutmaßlichen Bombenwerkstatt in der Provinz Buchara auf, bei der zehn Menschen getötet worden seien.

Der Staatsanwalt beschuldigte die verbotene Gruppierung Hisb-ut-Tahrir (Partei der Befreiung) und Anhänger der wahhabitischen Glaubensrichtung des Islams .Eine Person sei festgenommen worden, nach weiteren Verdächtigen werde gefahndet. Ersten Ermittlungen zufolge hingen die Taten zusammen und seien darauf ausgerichtet gewesen, das Land zu destabilisieren. Der usbekische Staatspräsident Islam Karimow erklärte, die Anschläge seien mindestens sechs Monate im Voraus geplant worden.

Kadyrow zufolge wurden bei zwei versuchten Selbstmordanschlägen auf den Basar Tschorsu in Taschkent drei Polizisten und ein Kind getötet. Bei zwei Angriffen am Sonntagabend seien drei Polizisten getötet worden. Ferner kamen die beiden Selbstmordattentäterinnen ums Leben. Die Taktik von Selbstmordanschlägen sei bislang in Usbekistan unbekannt gewesen, dies deute auf eine Beteiligung von Ausländern hin, sagte der Generalstaatsanwalt.

Ein Außenamtssprecher brachte die Vorfälle mit den Anschlägen von Madrid und der anhaltenden Gewalt im benachbarten Afghanistan in Verbindung. Usbekistan ist ein Verbündeter der USA im Kampf gegen den Terror.

Im Februar 1999 war in Taschkent eine Reihe von Bombenanschlägen verübt worden, für die die Untergrundorganisation Islamische Bewegung Usbekistans verantwortlich gemacht wurde. Die Organisation wird mit al-Qaida in Verbindung gebracht.