Vandalismus in Australien: Halbnackt ums ewige Feuer - DER SPIEGEL
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Vandalismus in Australien Halbnackt ums ewige Feuer

Ein Deutscher und ein Pole sind in Australien zu einer Geldstrafe verurteilt worden. Sie hatten halbnackt und betrunken um ein Denkmal für gefallene Soldaten getanzt und Bücher in der ewigen Flamme verbrannt.
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Brisbane - Kurz nach Mitternacht hörte das ewige Feuer in Brisbane auf zu brennen. Zwei Rucksacktouristen hatten die Flamme des Anzac-Kriegerdenkmals gelöscht.

Ein Passant war Zeuge geworden, wie der 22-jährige Deutsche und der 21-jährige Pole betrunken um das Monument getanzt hatten. Er hatte daraufhin die Polizei alarmiert. Als die Beamten die Kamera der Touristen untersuchten, trauten sie ihren Augen kaum: Die beiden Männer hatten fotografiert, wie sie Bücher im Feuer verbrannten.

"Was Sie gemacht haben, ist verabscheuungswürdig"

Die Denkmalschänder wurden unverzüglich vor Gericht gebracht. Dort gab es harte Worte vom Vorsitzenden Jim Herlihy: "Was Sie gemacht haben, ist verabscheuungswürdig", sagte er dem Deutschen Andreas Porzelt: "Sie wären auch angewidert, wenn ein australischer Tourist in Ihr Land kommen und ein Denkmal für Ihre gefallenen Soldaten schänden würde." Dem Polen Robert Weimann-Wojicik hielt der Richter vor, dass das Denkmal auch Polen ehre, die im Krieg an Seite der Australier gekämpft hatten.

Die Feuertänzer zeigten sich reumütig: Sie schämten sich für ihr Verhalten, sagte Verteidiger Michael Maloney. Seinem Antrag auf eine Geldstrafe wurde stattgegeben: Die beiden Männer müssen je 700 Australische Dollar (420 Euro) zahlen, wegen "schändlichem" Verhalten.

Die ewige Flamme brennt inzwischen wieder, zur Ehre der gefallenen Soldaten. Allerdings denkt der australische Veteranenverband nun darüber nach, eine Videokamera am Denkmal anzubringen.