Vatikan Papst Benedikt XVI. feiert erste Ostermesse
Rom - Die Feierlichkeiten rund um Ostern sind für die christlichen Würdenträger die wichtigsten des Jahres. Schon in der Nacht feierte Benedikt XVI., der heute seinen 79. Geburtstag begeht, mit Tausenden Gläubigen die Ostermesse im Petersdom. In seinem ersten Ostergottesdienst als Oberhaupt der katholischen Kirche pries er die Auferstehung Jesu als "entscheidendsten Sprung" in der Geschichte der Menschheit.
In seiner Predigt wandte sich der Papst gegen die Auffassung, dass die von der Kirche an Ostern gefeierte Auferstehung für den heutigen Menschen irrelevant sei.
In den Worten der Evolutionslehre könne man dieses Ereignis als die größte "Mutation" bezeichnen, sagte Benedikt XVI. Es gehe um den "Sprung in eine völlig neue Dimension", von dem jeder Einzelne und die gesamte Geschichte betroffen seien. Eine "Transformation zu neuem Leben" feierte der Pontifex auch bei der Taufe von sieben Gläubigen.
Heute zelebriert der Papst auf dem Petersplatz die Ostermesse und erteilt anschließend den traditionellen Segen "Urbi et Orbi" (Der Stadt und dem Erdkreis). Mit diesem Segen wird nach katholischer Lehre allen, die ihn hören oder sehen und die guten Willens sind, ein vollkommener Ablass ihrer Sünden gewährt. Seit 1967 funktioniert das auch über Radio oder Fernsehen, Gläubige müssen nicht mehr persönlich in Rom anwesend sein.
Bereits seit Tagen sind Tausende Touristen und Pilger in Rom, um dem Höhepunkt der Osterfeierlichkeiten beizuwohnen. Benedikt war nach dem Tod von Johannes Paul II. wenige Tage nach Ostern im vergangenen Jahr zum neuen Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt worden.
ler/AP/dpa