Vatikan: Papst wird am Freitag im Petersdom beigesetzt - DER SPIEGEL
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Vatikan Papst wird am Freitag im Petersdom beigesetzt

Die führenden Kardinäle des Vatikan haben einen Termin für die Beerdigung des Papstes festgelegt: Johannes Paul II. wird am Freitag um 10 Uhr beigesetzt. Seine letzte Ruhestätte wird in der Krypta unter dem Petersdom sein.
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Rom - Die Beisetzungsfeier wird von den Kardinälen abgehalten, angeführt von dem deutschen Kardinal Joseph Ratzinger, wie Papst-Sprecher Joaquin Navarro-Valls sagte. Am Ende der Feier werde der Sarg in die Vatikan-Basilika übergeführt.

Die 65 Kardinäle, die an der Kongregation teilgenommen haben, hätten zusammen mit dem Zeremonienmeister die Modalitäten der Überführung des Leichnams und der Trauermesse beschlossen. So werde der Leichnam zunächst an diesem Montag um 17 Uhr in den Petersdom übergeführt, wobei die Prozession zum Teil über den Petersplatz geleitet werde.

In der Basilika werde der Kardinals-Kämmerer die Liturgie zelebrieren. Am Ende dieser Feier hätten Besucher drei Tage lang die Möglichkeit, vom Papst Abschied zu nehmen. Wegen des erwarteten Besucher-Ansturms wird die Vatikan-Basilika auch nachts offen bleiben und nur in der Zeit zwischen 2 und 5 Uhr nachts schließen.

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Das Regelwerk "Universi Dominici Gregis" aus dem Jahr 1996 legt fest, dass die Beisetzung eines Papstes nicht vor dem vierten und nicht nach dem sechsten Tag seines Todes stattfindet. Zu den Trauerfeierlichkeiten werden bis zu zwei Millionen Pilger in Rom erwartet.

Johannes Paul II. soll in der Krypta des Petersdoms beigesetzt werden. Dort, in den Vatikanischen Grotten, befindet sich die Grabstätte des Apostels Petrus. Am Freitag wird nach Angaben der deutschen Bischofskonferenz der Leichnam des Papstes erst dann durch die Santa-Martha-Pforte in die Krypta gebracht, wenn alle Gläubigen den Petersdom verlassen haben.

Wo der Papst beigesetzt wird, richtet sich nach dem letzten Willen des Verstorbenen. Der Deutschen Bischofskonferenz zufolge befindet sich das einzige Papstgrab nördlich der Alpen in Bamberg. Dort wurde Papst Clemens II. (gestorben 1047) bestattet.

Nach zweieinhalb Stunden war kurz nach Mittag im Vatikan die erste Sitzung des Kardinalskollegiums zu Ende gegangen. In den Händen des Gremiums liegt bis zur Wahl eines neuen Papstes die Leitung der katholischen Kirche. Erste Aufgabe bei der Sitzung im Apostolischen Palast war die Zerstörung des Siegelrings des Papstes. Auch hatten die Kardinäle erstmals Gelegenheit, letzte Dokumente zu öffnen, die der Papst ihnen möglicherweise hinterlassen hat.

Zuvor hatte der "Corriere della Sera" bereits berichtet, der Papst wolle, anders als verschiedentlich kolportiert, nicht in seiner polnischen Heimat beerdigt werden. Stattdessen werde Johannes Paul II. in dem Grab beigesetzt, in dem Johannes XXIII. bis zum Jahr 2000 lag, als er selig gesprochen und in den Dom überführt wurde. Der Ort sei allerdings nicht vom Papst bestimmt worden, er habe die Entscheidung seinen Mitarbeitern überlassen.

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