Venezuela 24 Tote bei Flugzeugabsturz
Caracas - Unter den Opfern waren alle 20 Passagiere - sechs Touristen aus den USA, fünf Niederländer, vier Italiener, zwei Ungarn, zwei Venezolaner und ein Österreicher - sowie die vier Besatzungsmitglieder. "Es gibt mit Sicherheit keine Überlebenden, die Leichen der Opfer sind bis zur Unkenntlichkeit verbrannt", sagte Zivilschutz-Chef Angel Rangel. Die genauen Identitäten der Todesopfer wurden vorerst nicht bekannt.
Die Maschine vom Typ DC-3 der venezolanischen Gesellschaft Rutaca war den Angaben zufolge vom Nationalpark Canaima zur Karibikinsel Margarita unterwegs und hatte zum Nachtanken eine planmäßige Zwischenlandung in Ciudad Bolivar etwa 600 Kilometer südöstlich der Hauptstadt Caracas eingelegt. Wenige Minuten nach Beginn des Weiterfluges habe der Pilot technische Probleme gemeldet und eine Notlandung auf dem Flughafen von Ciudad Bolivar versucht. Stattdessen stürzte das Flugzeug auf ein bewohntes Gebiet ab. Bei dem Unglück wurden zudem am Boden zwei kleine Kinder schwer verletzt.
Beim Aufprall kurz nach Sonnenuntergang sei die Maschine explodiert und habe einen großen Brand im ärmeren Stadtviertel Viejo Peru verursacht, hieß es. "Die Dunkelheit und der große Brand haben die Rettungsarbeiten von Zivilschutz, Feuerwehr und Freiwilligen sehr erschwert", sagte der Gouverneur des Bundeslandes Bolivar, Antonio Rojas. Das Feuer habe zahlreiche Häuser erfasst und sei erst nach mehreren Stunden unter Kontrolle gebracht worden, ohne dass es weitere Opfer forderte.
Die kleinere Fluggesellschaft Rutaca hatte in den vergangenen Jahren zwar keine schweren Unfälle erlitten, jedoch verwarnten die Luftfahrtbehörden die Firma auf Grund der relativ alten Flotte und mangelhafter Wartung mehrfach.