Verbotene Prostitution US-Soldaten droht Hormonstau
Nach der neuen Verordnung drohen den Soldaten für bezahlten Sex Gefängnis und unehrenhafte Entlassung aus dem Dienst, berichtet DER SPIEGEL. Amerikanische Soldaten von der Rhein-Main Air Base argumentieren nun, die Situation rings um ihren Stützpunkt sei nicht mit der Lage in Asien oder der Dritten Welt vergleichbar. In Deutschland sei Prostitution legal, die Huren zahlten Steuern und würden regelmäßig untersucht, heißt es in einem Beitrag für das Soldatenmagazin "Stars and Stripes".
Zwar geben die Soldaten in der Zeitschrift allenfalls sehr indirekte Kontakte zum Rotlichtbezirk zu ("Ich kenne Soldaten, die diese Dienste in Anspruch genommen haben"), gleichzeitig aber führen sie alle nur denkbaren Argumente für den Freier in Uniform auf. Das reicht von "Man darf den Frauen die Kunden nicht wegnehmen" über "Kontakte zu Prostituierten schaden der militärischen Laufbahn nicht" bis hin zum angeblichen Hormonstau, unter dem junge, unverheiratete Männer in Zukunft leiden müssten.
Ein anderer fürchtet, die neue Verordnung sei nur die erste von weiteren staatlichen Reglementierungen: "Und als Nächstes erklären sie uns, dass wir keinen Alkohol mehr trinken dürfen oder nur noch am Wochenende."