Verbrechen: Behinderte auf "brutalste Weise" getötet - DER SPIEGEL
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Verbrechen Behinderte auf "brutalste Weise" getötet

Für eine "menschenverachtende Tat" hat ein Gericht zwei Chemnitzer zu jeweils zwölf Jahren Haft verurteilt. Sie hatten eine geistig behinderte Frau grausam zu Tode gequält.
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Chemnitz - Die beiden 32 und 46 Jahre alten Chemnitzer hätten im November vergangenen Jahres die 58-Jährige auf "brutalste Weise" zu Tode getreten beziehungsweise geschlagen, urteilte das Landgericht Chemnitz am Freitag. Die menschenverachtende, unter sehr viel Alkoholeinfluss begangene Tat sei auch heute noch für viele Beobachter unerklärlich, sagte der Vorsitzende Richter Paul Lang.

Die beiden Männer hatten die Frau - eine Bekannte des Älteren der beiden - in einer Wohnung unter anderem mit brennenden Zigaretten und einem Teleskopstab stundenlang traktiert. Anlass war ein kleiner Streit zwischen dem 46-Jährigen und der Frau, die sich nach Angaben des Mannes ständig in seine Angelegenheiten mischte. Er habe ihr nur einen "Denkzettel" verpassen wollen, sagte der mehrfach Vorbestrafte.

Richter Lang sprach in der Urteilbegründung von einer "verhängnisvollen Beziehung". Die Frau habe in kindlicher Anhänglichkeit den Mann wie einen Schatten verfolgt, was den 46-Jährigen aufgeregt habe. Ein Gerichtsmediziner berichtete, die beiden Angeklagten hätten zur Tatzeit eine Blutalkohol-Konzentration zwischen drei und vier Promille gehabt - eine Dosis, die bei Nichtalkoholikern tödlich sein könne. Die Staatsanwaltschaft, die in der Anklage noch von Mord ausgegangen war, plädierte deswegen lediglich auf Totschlag. Es könne nicht nachgewiesen werden, dass die beiden bewusst besonders grausam vorgegangen seien.