Verbrechen: Frau hörte Mord am Telefon mit - DER SPIEGEL
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Verbrechen Frau hörte Mord am Telefon mit

Während eines Telefonats ist die Mitarbeiterin eines Wiesbadener Call-Centers Ohrenzeugin eines Mordes geworden. Umgehend alarmierte sie die Polizei. Die Beamten fanden kurz danach eine Frau aus dem baden-württembergischen Geislingen ermordet in ihrer Wohnung.
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Wiesbaden/Geislingen - Polizeisprecher Helmuth Klinger schilderte noch einmal den schrecklichen Moment, den die Call-Center-Angestellte am Telefon miterlebte: "Sie hörte Hilferufe und dann war das Gespräch plötzlich beendet." Die Frau habe sofort die Polizei angerufen, so der Sprecher. Doch für das 27-jährige Opfer sei die Hilfe zu spät gekommen. Als Tatverdächtiger wurde inzwischen der Ehemann der Toten festgenommen.

Als Motiv vermuten die Ermittler Beziehungsprobleme. Die Mutter zweier Kinder hatte sich vor einiger Zeit nach häufigen Streitereien von ihrem Ehemann getrennt. Der 32-Jährige äußerte sich bisher noch nicht zur Tat.

Wie die Polizei berichtet, hatte ein Zeuge das Auto des Mannes in einem Wald entdeckt. Dieser wurde von den Ermittlern der Sonderkommission in dem Wagen gefunden, in dem er offensichtlich übernachtet hatte.

Die zehnköpfige Sonderkommission trägt den Namen "Soko Paket", da sich der Tatverdächtige offenbar als Angestellter eines Paketdienstes ausgegeben hatte. So hatte er sich Zugang zur Wohnung seiner Ehefrau verschafft.

Die beiden Kinder der Frau wurden bei Angehörigen untergebracht.