Verbrechen in Münchner U-Bahnhof: Mann skalpiert Ehefrau - DER SPIEGEL
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Verbrechen in Münchner U-Bahnhof Mann skalpiert Ehefrau

Ein Äthiopier hat seine Ehefrau in einem Münchner U-Bahnhof mit einem Buschmesser skalpiert. Sein Motiv: Die 31-Jährige hatte ihn mit den beiden Töchtern verlassen. Der ehemalige Guerilla-Kämpfer wurde nun zu 14 Jahren Haft verurteilt.
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München - Eigentlich wollte er sich nur mit seiner Frau aussprechen, sagte der Äthiopier vor Gericht aus. Das Buschmesser sollte lediglich als Drohmittel dienen. Nachdem er ihr im September 2002 im U-Bahnhof Neuperlach-Süd aufgelauert hatte, begann die 31-Jährige jedoch, ihn zu beschimpfen, berichtete die "Süddeutsche Zeitung". Aus Wut habe er zur Waffe gegriffen und seine Ehefrau vor den Augen von Passanten mit einem kräftigen Machetenhieb skalpiert. Anschließend stach er fünfmal auf sie ein.

Das Landgericht München verurteilte den Ähtiopier nun zu 14 Jahren Gefängnisstrafe. "Diese Tat nimmt in ihrer Erbarmungslosigkeit einen besonderen Rang ein", sagte der Vorsitzende Richter des Schwurgerichts. Die Kammer habe jedoch auf eine lebenslängliche Strafe verzichtet, weil der Mann bei dem Mordversuch volltrunken und aufgrund der Trennung emotional sehr aufgeladen war. Das 31 Jahre alte Opfer lag noch bis zum Verhandlungsbeginn im Krankenhaus.

Kennengelernt hatten sich die Beiden nach Angaben der "Süddeutschen Zeitung" als Partisanen in Äthiopien. Vor sechs Jahren waren sie mit den beiden Töchtern nach Deutschland geflohen. Hier sei der Mann alkoholkrank geworden und habe die Familie misshandelt. Die Frau hatte die beiden Kinder deshalb zurück in die Heimat geschickt und war in ein Frauenhaus geflohen.