Verbrechensprävention: Kannibale schreibt Memoiren - DER SPIEGEL
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Verbrechensprävention Kannibale schreibt Memoiren

Der "Kannibale von Rotenburg" hat angekündigt, im Gefängnis seine Lebensgeschichte aufzuschreiben. Mit dem Buch wolle er Menschen, die ähnliche Absichten haben, von einer solchen Tat abhalten.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Berlin - Menschen, die ähnliche Ziele hätten wie er, riet Armin M.: "Die sollen sich in geeignete Behandlung begeben und sich öffnen, damit es nicht zur Eskalation kommt wie bei mir." Der Angeklagte sagte der " Welt am Sonntag", heute sei sein Verlangen nach Menschenfleisch völlig gestillt. Über das Thema Kannibalismus könne er jetzt auch offen sprechen. "Ich brauche das nicht mehr, jemand anderes in mir zu haben", sagte er. An den Getöteten habe er eine "intensive, positive Erinnerung". Er habe sein Gesicht "stets vor mir, das ist für mich Ausdruck eines kameradschaftlichen Verhältnisses".

Armin M. wird vorgeworfen, den 43-jährigen Berliner Bernd Jürgen B. zur Befriedigung des Geschlechtstriebs getötet und anschließend Teile von ihm gegessen zu haben. M. plädiert auf Tötung auf Verlangen, da das Opfer selbst um die Tat gebeten habe. Prozessbeginn ist am 3. Dezember vor dem Landgericht Kassel. Er sagte, er werde sein Geständnis vor Gericht wiederholen. Er stehe zu dem, was er getan habe. "Ich bekenne mich schuldig und ich bereue meine Tat."