Verdächtiges Flugzeug in Berlin BGS gibt Entwarnung
Berlin - Der Zwischenfall in dem Lufthansa-Airbus in Berlin stellte sich am Ende als harmlos heraus. Eine Stewardess hatte nach der Landung des Fluges LH 1726 aus Frankfurt gegen 9.30 Uhr per Funk an den Tower gemeldet, dass ein Passagier während des Flugs nach Berlin besonders lange auf der Toilette gewesen war. Außerdem soll er Mann, der arabisch ausgesehen haben soll, nach der Landung in Berlin noch einmal das Stille Örtchen aufgesucht haben, so die Stewardess. Anschließend fand die Frau in der Bordtoilette eine offenbar geöffnete Verkleidung und schlug Alarm.
Der Fall zeigt auch die Über-Nervosität bei den Behörden am Jahrestag der Terror-Attacken in den USA. Nachdem der Bundesgrenzschutz (BGS) die Meldung erhalten hatte, zog ein Wagen den Jet von der Position am Gate zu einer abgelegenen Stelle auf dem Airport und umstellte sie. Mit Sprengstoffhunden durchsuchten die Beamten den Jet und die Toilette. Wenig später jedoch stellten sie fest, dass die Verkleidung offenbar schon vor einiger Zeit einmal geöffnet wurde und gaben Entwarnung.
Der verdächtigte Geschäftsmann wurde nach Feststellung der Personalien und einer Befragung wieder entlassen. Ein Grenzschutzsprecher wertete die Angelegenheit am Nachmittag als "Routine-Vorsorge-Maßnahme".