Verdorben und verschimmelt: Neues Ekelfleisch entdeckt - DER SPIEGEL
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Verdorben und verschimmelt Neues Ekelfleisch entdeckt

Die unappetitlichen Meldungen nehmen kein Ende: Das Veterinäramt hat in einem nordrhein-westfälischen Betrieb eine Tonne verdorbenes und falsch etikettiertes Fleisch gefunden. Das Unternehmen wurde dicht gemacht, der Chef festgenommen.
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Troisdorf - Das Veterinäramt des Rhein-Sieg-Kreises stellte die Ware in dem Betrieb in Troisdorf, der mit Wurst- und Fleischwaren handelt, sicher. Ein Zusammenhang mit dem Skandal um einen Gelsenkirchener Großhändler wurde ausgeschlossen.

Bei der Ware handelt es sich der Kreisverwaltung zufolge um Rind-, Schweine- und Geflügelfleisch sowie Wurstwaren. Das Fleisch sei größtenteils falsch etikettiert, verdorben und verschimmelt gewesen und habe die Mindesthaltbarkeitsdaten überschritten. Durch die Schließung sei sichergestellt, dass aus dem Betrieb keine Ware mehr in den Handel gelangen könne. Es könne aber nicht ausgeschlossen werden, dass dies in der Vergangenheit passiert sei. Offenbar sei das Fleisch aber nur gelagert worden. Die Staatsanwaltschaft Bonn leitete ein Strafverfahren ein.

Der Händler war bereits in der Vergangenheit mit ähnlichen Verstößen aufgefallen, wie der Kreis weiter berichtete. Er habe zahlreiche Bußgelder gezahlt. Im Jahr 2003 wurde der Betrieb vorübergehend geschlossen. Die Staatsanwaltschaft habe damals bereits ein Strafverfahren eingeleitet, sei des Unternehmers aber bisher "nicht habhaft" geworden. Der Betrieb sei regelmäßig von den Behörden kontrolliert worden, allein in diesem Jahr vier Mal.

BSE-Fall in Luxemburg

Auch aus Luxemburg gibt es beunruhigende Nachrichten für die Verbraucher: Die Rinderseuche BSE ist dort wieder aufgetaucht. Nach Mitteilung des Agrarministeriums vom Freitag wurde die Krankheit bei den routinemäßigen Fleisch-Untersuchungen geschlachteter Tiere am Vortag diagnostiziert. Es handelt sich um den bisher dritten BSE-Fall im Großherzogtum. Bereits 1997 und 2001 war jeweils ein Tier erkrankt.