Verfahren: Krankenpfleger erstickte seinen Sohn - DER SPIEGEL
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Verfahren Krankenpfleger erstickte seinen Sohn

Ein 37-jähriger Krankenpfleger hat vor dem Landgericht Nürnberg eingeräumt, sein schwerbehindertes Baby mit einer Wolldecke erstickt zu haben. Er habe seinen sieben Wochen alten Sohn getötet, weil er befürchtet habe, seine Familie könne sonst zerbrechen.
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Nürnberg - Der Vater sagte unter Tränen vor dem Landgericht Nürnberg aus, er habe seinen Sohn Anfang Juli 2002 mit einer Wolldecke erstickt. Der 37-Jährige sprach von einer "ausweglosen Situation".

Der Junge war am 18. Mai 2002 mit schweren Missbildungen an Kopf, Händen und Füßen sowie lebensbedrohlichen Atemstörungen zur Welt gekommen. "Die Geburt war für uns ein richtiger Schock", sagte der Angeklagte. "Ich musste miterleben, dass meine Frau mit der Situation nicht mehr fertig wurde." Sowohl der Notarzt als auch die Mutter des Kindes seien zunächst von einem natürlichen Tod ausgegangen.

"Ich habe schwere Schuld auf mich geladen", sagte der Vater. Seiner Frau habe er erst ein halbes Jahr später gebeichtet, dass er für den Tod ihres Sohnes verantwortlich sei. Schließlich habe ihm sein Gewissen so sehr zugesetzt, dass er sich nach langem Kampf mit sich selbst im November 2003 auch der Polizei offenbarte.