Vergewaltigungsvorwürfe: Hat Tyson schon wieder? - DER SPIEGEL
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Vergewaltigungsvorwürfe Hat Tyson schon wieder?

Bereits einmal hat der Schwergewichtsboxer wegen Vergewaltigung hinter Gittern gesessen. Nun gibt es neue Vorwürfe gegen ihn: Zwei Frauen belasten den gewalttätigen Profisportler schwer.
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Las Vegas - Für Boxer Mike Tyson häufen sich die Probleme. Am Dienstag hatte die Sportkommission in Nevada dem 35-jährigen Ex-Champion zunächst die Box-Lizenz verweigert und ließ damit den für den 6. April im Hotel MGM Grand geplanten Mega-Fight gegen Schwergewichts-Champion Lennox Lewis erst einmal platzen.

Nun kündigte die Polizei in Las Vegas weitere Schritte gegen Tyson wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung an. Zwei Frauen beschuldigen den Faustkämpfer, sich an ihnen sexuell vergangen zu haben.

Nach US-Medienberichten will die Polizei noch in dieser Woche die Staatsanwaltschaft bitten, Tyson wegen eben jenen Delikts festzunehmen. Eine Frau hatte behauptet, der Boxer habe sie im vergangenen September in seinem Haus in Las Vegas gegen ihren Willen zum Geschlechtsverkehr genötigt. Die Polizei untersucht außerdem den Vorwurf einer zweiten Frau: Tyson soll sie im November 2000 bei einem Besuch in der Casino-Stadt sexuell angegriffen haben.

Der Boxer hat bereits drei Jahre in einem Gefängnis in Indiana abgesessen, nachdem er 1992 wegen Vergewaltigung schuldig gesprochen wurde.

"Boxsport in den Dreck gezogen"

Vergangene Woche hatte Tyson bei einer Pressekonferenz zur Ankündigung des Duells gegen Lennox Lewis eine Massenschlägerei provoziert. Damit machte der verstört wirkende Boxer, der 1997 bei einem Boxkampf Evander Holyfield ein Stück des Ohres abgebissen hat, wieder einmal durch ungebührliches Verhalten auf sich aufmerksam.

Für den neuerlichen Ausfall bekam der Schwergewichtler prompt die Quittung: "Sie haben den Boxsport in den Dreck gezogen", begründete der Kommissions-Vorsitzende John Bailey den Urteilsspruch der Sportkommission gegen Tyson und dessen Anwalt Bob Faiss. Und Kommissions-Mitglied Amy Ayoub fasste die Meinung der fünf Sportrichter zusammen, die mit 4:1 gegen Tyson stimmten: "Die ständig wiederkehrenden Verhaltensmuster der Gewalttätigkeit lassen es nicht zu, Mr. Tyson eine Lizenz zu erteilen."