Verhütung: "Pille danach" soll an Schülerinnen verteilt werden - DER SPIEGEL
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Verhütung "Pille danach" soll an Schülerinnen verteilt werden

Wie in Frankreich sollen Schülerinnen in Deutschland kostenlos die "Pille danach" bekommen können. Das fordern Politikerinnen von SPD und Grünen.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

Hamburg - "Die niedergelassenen Ärzte könnten an die Schulen gehen, dort mit dem öffentlichen Gesundheitsdienst aufklären und die Pille danach - wenn es notwendig ist - kostenlos abgeben, so wie früher der zahnärztliche Dienst in die Klassen kam", sagte die gesundheitspolitische Sprecherin der SPD-Bundestagsfraktion, Gudrun Schaich-Walch im Interview mit der "Bild-Zeitung".

Ähnlich äußerte sich ihre Fraktionskollegin Regina Schmidt-Zadel. Sie forderte, auch in Deutschland müsse jungen Mädchen der Zugang zu dem Medikament erleichtert werden. Die "Pille danach" verhindert die Einnistung eines befruchteten Eis in der Gebärmutter, wenn sie rechtzeitig nach der Befruchtung eingenommen wird.

Die Grünen-Frauenpolitikerin Irmingard Schewe-Gerigk befürwortete ebenfalls die Ausgabe der "Pille danach" im Bedarfsfall. Es sei gerade für Mädchen, die eine Schwangerschaft vermuten, "wichtig, eine anonyme Hilfe zu bekommen in Form der Pille danach", sagte sie.