Verkehr: Anschlag auf ICE München-Berlin - DER SPIEGEL
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Verkehr Anschlag auf ICE München-Berlin

Ein ICE ist auf der Strecke München-Berlin offenbar knapp an einer Katastrophe vorbeigeschrammt. Bei einem Anschlag wurde der Hochgeschwindigkeitszug durch ein 250-Kilogramm schweres Schienenstück schwer beschädigt.
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Naumburg - Die 4,5 Meter lange Schiene bohrte sich nach Angaben einer Sprecherin in den Triebwagen des ICE 1514 und beschädigte diesen schwer. Verletzt wurde niemand. Der Bundesgrenzschutz geht davon aus, dass bisher unbekannte Personen das fünf Zentner schwere Metallteil bei Naumburg auf die Schienen gelegt haben.

Der Bundesgrenzschutz ermittelt wegen gefährlichen Eingriffs in den Bahnverkehr. "Wir ermitteln in alle Richtungen", sagte eine Sprecherin. Einen Terroranschlag schloss die Staatsanwaltschaft Naumburg jedoch aus. Nach Angaben der Bahnsprecherin war wenige Minuten vor dem ICE-Unfall in Gegenrichtung ein Güterzug auf ein Hindernis gestoßen. Ob dies das Schienenstück war, das möglicherweise so in das Gleisbett des ICE geschleudert wurde, blieb zunächst unklar.

Sechs Fernzüge wurden über Sangerhausen und Erfurt umgeleitet. Die Reisenden des ICE mussten aussteigen und wurden mit Bussen weitergefahren. Die Bahn sprach von erheblichen Verspätungen im Zugverkehr.