Verkehrsprobleme Pendler setzen Busse in Brand
Neu-Delhi - Sechs Busse steckten die Pendler in Brand. Wegen scharfer Umweltauflagen waren drei Viertel der 13.000 Busse von den Straßen verbannt worden. Folge: Die Busse, die fuhren, waren hoffnungslos überfüllt. Zahllose Menschen blieben an den Haltestellen zurück. Andere kletterten auf die Dächer der Busse. Die Stadtregierung lockerte daraufhin das Verbot von Dieselbussen. Bis Ende der Woche dürfen sie ohne spezielle Genehmigung weiter fahren.
Neu-Delhi hat 7,2 Millionen Einwohner. Der öffentliche Nahverkehr beruht allein auf Bussen. Wegen der extremen Luftverschmutzung in Delhi dürfen nach einem Urteil des höchsten Gerichts seit dem 1. April keine Busse und Taxis mit Dieselmotoren mehr fahren.
Es sind nur noch kommerzielle Fahrzeuge mit Flüssiggasantrieb erlaubt oder Dieselbusse, deren Eigentümer bereits einen Gasbus geordert haben. In diesem Fall brauchten sie eine Sondergenehmigung. Die Behörden können jedoch nur 4000 Anträge pro Tag bewältigen. Auf Beschluss der Stadtregierung wird die Polizei die Genehmigungen nun erst von der kommenden Woche an prüfen.
Das höchste Gericht hatte bereits vor drei Jahren den 1. April 2000 als Stichtag für die Umstellung auf Flüssiggas festgesetzt. Seitdem hatten Behörden und Transportunternehmer aber wenig getan.