Verkorkster Notfalleinsatz TV-Gerät sendete SOS
Corvallis - Als Chris van Rossman in seine neue Wohnung zog, schenkten ihm seine Eltern eine Fernsehanlage mit allem Schnickschnack: einem Videogerät, DVD- und CD-Player und einem Flatscreen. Der Medienfreak hatte seinen Spaß damit, sogar als der DVD-Spieler den Geist aufgab, denn Rossman guckte sowieso lieber Fernsehen, berichtet die Zeitung "Corvallis Gazette".
Doch als er am 2. Oktober das Hightech-Gerät einschaltete, dauerte es nicht lange, da standen schon die Sicherheitsleute vor seiner Haustür: Ob er ein Schiff oder ein Flugzeug habe, fragten sie. Der junge Mann verneinte. Die Männer zogen ab. Doch wenig später klingelte es erneut, berichtet die Zeitung. Sie hatten das Signal nun eindeutig geortet, es musste einfach aus Rossmans Wohnung stammen.
Und tatsächlich: Nach der Überprüfung stand fest: Das Gerät lockte - unbemerkt von Rossman - die Sicherheitskräfte durch ein 121,5-Megahertz-Notrufsignal an, wie es sonst Schiffe und Flugzeuge aussenden. Das Signal war von einem Satelliten aufgefangen worden, dann an einen Luftwaffenstützpunkt im US-Staat Virginia und an die Flugkontrolle und die Behörden in Oregon weitergeleitet worden.
Über die Ursache rätseln die Ermittler ebenso wie der Hersteller Toshiba, erklärte Behördensprecher Mike Bamberger. Bis der neue Fernseher kommt - den die Firma dem verschreckten Kunden kostenlos zur Verfügung stellt - hat Rossman erst einmal Fernsehverbot. Ihm droht eine Geldstrafe von bis zu 10.000 Dollar pro Tag, sollten die Einsatzkräfte wieder ausrücken müssen.