Verlierer-Schmach Roberto Carlos flieht vor wütenden Fans
Frankfurt am Main/London - Mit wütenden Rufen, gellenden Pfiffen und obszönen Gesten wurden Ronaldo und Co. verabschiedet. Gut 200 brasilianische Fans hatten sich gestern Abend vor dem Sheraton-Hotel in der Innenstadt versammelt. Erst ein Polizeispalier machte den Weg für den Bus frei, der einen Teil der Spieler und des Trainerstabs zum Flughafen brachte.
Als Roberto Carlos in der Eingangshalle erschien, schrie die Menge lautstark "Schande". Der Abwehrspieler von Real Madrid gilt als einer der Hauptschuldigen für das Viertelfinal-Aus, weil er beim Siegtor durch Thierry Henry nicht eng genug bei dem Franzosen stand. Der 33-Jährige musste durch einen Seiteneingang fliehen und machte sich auf den direkten Weg zu seinem Wohnsitz in der spanischen Hauptstadt.
Auch das Fußball-Mutterland England steht nach dem Aus der Three Lions im WM-Viertelfinale gegen Portugal noch immer unter Schock: Bei der Ankunft der Nationalmannschaft auf dem Londoner Flughafen Stansted warteten am Abend nur rund 150 Fans auf den bereits zum fünften Mal in Folge in einem Elfmeterschießen gescheiterten Weltmeister von 1966. Die Anhänger applaudierten den Spielern, für Interviews oder Autogramme standen die Insel-Kicker aber nicht bereit.
dab/sid