Verlorene Wette: Gottschalk rechnet mit Politikern ab - DER SPIEGEL
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Verlorene Wette Gottschalk rechnet mit Politikern ab

Im Bundestag durfte TV-Moderator Thomas Gottschalk nicht reden. So simulierte er die Rede vor dem Hohen Haus in seiner Show "Wetten, dass ...?" – und überzog die Politiker mit ätzendem Spott.
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Mainz - Seine versprochene Rede vor dem Deutschen Bundestag - die Einlösung einer verlorenen Wette - hielt Gottschalk mit Hilfe einer Computerbildmontage am Samstagabend in der ZDF-Sendung "Wetten, dass ...?". Dazu hatte er sich in einem Fernsehstudio vor eine Nachbildung des Rednerpults im Parlament gestellt und dann seine Rede mit Archivmaterial einer echten Bundestagssitzung zusammenschneiden lassen.

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"Wetten, dass ...?": Gottschalks Politikerschelte

Foto: AP

Dem Talkmaster war ein Auftritt im Reichstag nicht genehmigt worden. So griff er zu der Notlösung, mit der er sich jedoch nicht ganz abfinden wollte. "Ich finde es immer noch ziemlich humorlos, dass ich nicht im richtigen Bundestag reden durfte. Ich hätte den Laden ja nicht in eine Bütt umfunktioniert."

So nahm er denn in seiner Rede Rache an den Politikern, indem er ziemlich austeilte. An Finanzminister Hans Eichel (SPD) gewandt sagte er: "Herr Kollege Eichel, ich kenne den Blick, mit dem Sie Ihre Unterlagen studieren. Genau so ahnungslos wie Sie habe ich seinerzeit auf mein Mathematikabitur geschaut, das zu Recht mit 'ungenügend' benotet worden ist."

FDP-Vize Rainer Brüderle nannte er "ein schlichtes Gemüt", bei CDU-Chefin Angela Merkel mutmaßte er, "dass sie sich Ihr Kostüm aus den Stoffresten der Bundestagsbestuhlung selbst schneidert". Und den Grünen rief er zu: "Mit Ihrer Quote säße ich nicht in der Bundesregierung, sondern bestenfalls im Vormittagsprogramm."