Vermisste Ayla: Verdächtiger führt Polizei zu Leiche - DER SPIEGEL
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Vermisste Ayla Verdächtiger führt Polizei zu Leiche

Der mutmaßliche Entführer der sechsjährigen Ayla aus Zwickau hat den Mord an dem Mädchen gestanden. Der wegen Sexualdelikten vorbestrafte 37-Jährige brachte die Ermittler zu einer Mädchenleiche. Die Polizei geht davon aus, dass es sich um Ayla handelt.
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Zwickau - Einzelheiten wollen Staatsanwaltschaft und Polizei am Mittag in Zwickau mitteilen. Der wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern bereits 1997 zu einer zweijährigen Haftstrafe verurteilte Tatverdächtige war am Dienstagabend vor seiner Wohnung in Reinsdorf bei Zwickau festgenommen worden. Er soll selbst zweifacher Vater sein. Nachdem er die Ermittler in der vergangenen Nacht zum Fundort der Leiche geführt hatte, wurde Haftbefehl gegen ihn erlassen.

Zeugen hatten beobachtet, wie das kleine Mädchen am Dienstagmorgen auf dem Weg zur Schule von einem Mann gewaltsam in den Kofferraum eines dunkelfarbigen Autos gezogen wurde. Nach ersten Ermittlungen waren der Wagen und sein Halter, der Tatverdächtige, gefunden worden.

An der Suche nach der Sechsjährigen waren mehrere hundert Polizisten, darunter eine Reiter- und eine Hundestaffel, in der Region Zwickau und im benachbarten Thüringen im Einsatz. Die Staatsanwaltschaft hatte dafür eine Sonderkommission "Ayla" mit rund 65 Beamten eingesetzt.

Die Vernehmung des 28 Jahre alten türkischstämmigen Vaters des Mädchens hatte nach Polizeiangaben bereits am Dienstagabend ergeben, dass er als möglicher Täter nicht in Frage kommt. Von der in Zwickau lebenden Mutter Aylas ist er seit mehreren Jahren geschieden und lebt in Bayern. Er hatte sich bei der Polizei gemeldet, nachdem er von der Entführung seiner Tochter erfahren hatte.