Vermisste Boeing: Suche nach MH370-Wrack unterbrochen - DER SPIEGEL
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Schlechtes Wetter Suche nach Malaysia-Airlines-Wrack unterbrochen

Windstärke 9, heftiger Regen und bis zu vier Meter hohe Wellen behindern im Indischen Ozean die Suche nach dem Wrack von Flug MH370. Am Dienstag soll es deshalb in dem Seegebiet keine Einsätze mehr geben - dabei wird die Zeit für eine mögliche Ortung allmählich knapp.
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Perth - Die Suche nach dem Wrack des offenbar in den Indischen Ozean gestürzten malaysischen Flugzeugs ist wegen schlechten Wetters unterbrochen worden. Sturm, Regen und hohe Wellen stellten ein Risiko für die Besatzungen der beteiligten Flugzeuge und Schiffe dar, teilte die australische Seesicherheitsbehörde Amsa mit. Daher seien für die nächsten 24 Stunden alle Sucheinsätze gestoppt worden.

In dem Gebiet 2500 Kilometer südwestlich des australischen Festlands herrschen den Angaben zufolge Windgeschwindigkeiten von bis zu 80 Stundenkilometern, zudem behindern starker Regen und tief hängende Wolken die Sicht. Es herrschen bis zu vier Meter Seegang.

Malaysias Premierminister Najib Razak hatte am Montag mitgeteilt, dass der Flug der verschwundenen Boeing 777-200 im südlichen Indischen Ozean zu Ende gegangen sei. Das sei das Ergebnis einer neuen Analyse von Satellitendaten. Zum letzten Mal wurde die Maschine demnach westlich der australischen Stadt Perth geortet. Das Flugzeug mit 239 Insassen sei dort weitab von jeglicher Landemöglichkeit gewesen. Die Angehörigen wurden von der Fluggesellschaft per SMS informiert.

Foto: SPIEGEL ONLINE

Bereits seit Tagen suchen Schiffs- und Flugzeugbesatzungen in dem entlegenen Seegebiet nach Überresten der vermissten Maschine. Für die beteiligten Nationen ist es ein Wettlauf gegen die Zeit: Die Blackbox der am 8. März verschwundenen Boeing 777-200 sendet nur 30 Tage lang ein Signal, mit dessen Hilfe eine Ortung möglich ist.

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Flug MH370: Zwangspause für Suchmannschaften

Foto: REUTERS/Australian Defence Force

Am Montagabend war bekanntgeworden, dass sich die US-Marine mit einer Art Unterwasserdrohne an der Suchaktion beteiligen wollen. Das autonom fahrende und unbemannte Mini-U-Boot vom Typ Bluefin  könne in Wassertiefen von bis zu 4600 Metern nach womöglich versunkenen Wrackteilen suchen, teilte das US-Verteidigungsministerium am Montag mit. Das etwa fünf Meter lange Gerät ist demnach auf dem Weg in die Region.

Unterdessen sagte Australiens Premierminister Tony Abbott, er habe mit seinem malaysischen Amtskollegen Najib Razak gesprochen und ihm Hilfen in Aussicht gestellt. "Was bisher eine Suchaktion war, tritt jetzt in die Untersuchungs- und Bergungsphase ein", sagte Abbott. "Ich habe Malaysia jede mögliche Unterstützung und Zusammenarbeit von Seiten Australiens angeboten."

rls/AFP/dpa/AP/Reuters