Vermisste Mädchen: Leichenfunde in Großbritannien - DER SPIEGEL
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Vermisste Mädchen Leichenfunde in Großbritannien

Knapp zwei Wochen bangten die Eltern aus dem englischen Soham um das Leben ihrer Töchter - die beiden Zehnjährigen waren spurlos verschwunden. Nun scheinen sich die schlimmsten Befürchtungen zu bewahrheiten. Die Polizei hat zwei Leichen gefunden.
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London - Die beiden vermissten Mädchen, Holly Wells und Jessica Chapman, wurden nach Erkenntnissen der Polizei von einem Paar aus ihrer direkten Umgebung ermordet. Eine ehemalige Hilfslehrerin und deren Verlobter, der als Hausmeister an der Schule beschäftigt war, wurden als Tatverdächtige festgenommen. Zuvor hatte die Polizei offenbar bei der Durchsuchung der Schule belastendes Material sichergestellt.

Am Samstagnachmittag waren dann etwa elf Kilometer vom Heimatort der beiden Mädchen entfernt zwei Leichen in der Nähe einer Autobahn gefunden. Ob es sich dabei tatsächlich um die beiden Zehnjährigen handelt, muss nun abschließend geklärt werden.

Die beiden Verdächtigen sind den britischen Fernsehzuschauern seit über einer Woche bekannt. Sie hatten sich während der Suchaktion immer wieder vor der Kamera geäußert. Der 28-jährige Hausmeister erklärte, er habe die Mädchen noch kurz vor ihrem Verschwinden am Sonntag vergangener Woche gesehen und mit ihnen geplaudert. Die 25-jährige Lehrerin hatte der Polizei nach dem Verschwinden der Mädchen den "Tipp" gegeben, die beiden Computer-versierten Schülerinnen hätten möglicherweise beim Internet-Chat einen Pädophilen kennengelernt.

Warum erst jetzt die Gebäude der Schule durchsucht wurden, das müssen sich die Ermittler von der britischen Presse nun fragen lassen. In dem Komplex hatten sie ihre tägliche Presskonferenz abgehalten.

An der Suche nach den Mädchen waren zuletzt über 400 Polizisten beteiligt. Es war eine der größten Operationen dieser Art in der britischen Kriminalgeschichte. Das Schicksal der beiden Freundinnen ist seit fast zwei Wochen das beherrschende Thema in den britischen Medien.