Vermisste Peggy: Polizei geht von Verbrechen aus - DER SPIEGEL
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Vermisste Peggy Polizei geht von Verbrechen aus

Seit einer Woche ist die neunjährige Peggy aus dem oberfränkischen Lichtenberg spurlos verschwunden. Jetzt räumt die Polizei ein: "Wir suchen nach der Leiche".
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Lichtenberg - Eine Woche nach dem spurlosen Verschwinden der kleinen Peggy aus dem oberfränkischen Lichtenberg geht die Polizei nun von einem Verbrechen aus. Außerdem wurde die Belohnung für Hinweise am Montag auf 55.000 Mark aufgestockt.

Das bayerische Landeskriminalamt erhöhte die Belohnung von 10.000 auf 50.000 Mark. Zusammen mit den 5000 Mark der Hofer "Frankenpost" stehen damit 55.000 Mark für Hinweise zur Aufklärung zur Verfügung.

Zunächst war noch offen, ob bei der weiteren Suche nach dem neunjährigen Mädchen auch Tornados der Bundeswehr eingesetzt werden. Mit hochauflösenden Spezialkameras in den Maschinen wollen die Beamten eventuelle Auffälligkeiten in den Wäldern rund um Lichtenberg entdecken. Vor Mittwoch sei allerdings nicht mit einem Einsatz zu rechnen. Tornados waren auch bei der Suche nach der kleinen Ulrike aus Eberswalde im Februar eingesetzt worden - aber ohne Erfolg.

Ein Höhlenforscher suchte am Montag ehemalige Bergwerksstollen sowie schwer zugängliche Höhlen und Grotten in dem zerklüfteten Gebiet rund um den 1200-Seelen-Ort ab. Auch Flüsse, Teiche, Stauwehre und Kläranlagen nahmen die Einsatzkräfte erneut unter die Lupe.

Mehr als 500 Hinweise

Inzwischen sind annähernd 500 Hinweise aus dem ganzen Bundesgebiet und der Tschechischen Republik eingegangen. Trotzdem gibt es bislang nicht die geringsten Erkenntnisse über das Schicksal des blonden Mädchens. Seit dem Wochenende werden an den Grenzübergängen Selb-Asch und Schirnding-Eger auch Flugblätter in tschechischer Sprache mit Peggys Bild verteilt.

Nach wie vor keine konkreten Erkenntnisse haben die Beamten über einen roten Mercedes mit vermutlich tschechischem Kennzeichen. In diesen Wagen soll die Schülerin am vergangenen Montag Zeugenberichten zur Folge ein-, aber auch wieder ausgestiegen sein. Das Augenmerk der Ermittler richtet sich auch auf die böhmische Stadt Eger, etwa 50 Kilometer südöstlich von Lichtenberg, sowie die dortige Kinderpornoszene. Ein Zusammenhang sei nicht auszuschließen, sagte Polizeisprecher Dieter Czerner, schränkte aber zugleich ein: "Bei dem wenigen, was wir bisher wissen, können wir auch so gut wie nichts ausschließen."

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