Vermisste Peggy Suche in Tschechien ausgeweitet
Lichtenberg - Die Suche nach dem neunjährigen Mädchen aus dem oberfränkischen Lichtenberg wurde am Wochenende auch in Tschechien ausgeweitet, wie ein Polizeisprecher am Sonntag in Hof mitteilte. Eine erste Spur im Nachbarland zerschlug sich jedoch. Bei einem zwischen Eger und Franzensbad beobachteten kleinem blondem Mädchen, das zu Fuß unterwegs war, handelte es sich nicht um die Vermisste.
Inzwischen sind rund 400 Hinweise aus der Bevölkerung eingegangen, eine heiße Spur sei aber nicht dabei. Ob bei der Suche ein Bundeswehr-Tornado eingesetzt wird, soll sich am Montag entscheiden. Unterdessen wurde die Belohnung auf 15.000 Mark aufgestockt. Nach Ansicht der Ermittler wird ein Gewaltverbrechen immer wahrscheinlicher.
Auch am Wochenende suchten 150 Einsatzkräfte und 50 freiwillige Helfer im Großraum Lichtenberg ohne Ergebnis. Die Polizisten konzentrierten sich auf einen Raum von etwa 15 Kilometern um Lichtenberg. Streifenwagen kontrollierten vor allem Rast- und Parkplätze. Sie wurden dabei auf tschechischer Seite von Interpol Prag unterstützt. Am Sonntag durchkämmten 50 freiwillige Helfer ergebnislos ein schwer zugängliches Waldstück bei Bad Steben, das rund 2,5 Kilometer von Lichtenberg entfernt liegt.
Die Polizei fahndet weiter nach einem roten Auto, in das Peggy nach Beobachtungen von Kindern am Tag ihres Verschwindens eingestiegen ist. Vermutlich handelt es sich dabei um einen Mercedes mit tschechischem Kennzeichen. Allerdings war das Mädchen nach dem angeblichen Einsteigen noch einmal von Klassenkameraden am Ortsrand von Lichtenberg gesehen worden.