Vermisstes Brüderpaar Niederländer starten private Suchaktionen
Suche nach vermissten Kindern: Polizei warnt vor Alleingängen
Foto: Koen van Weel/ AFPAmsterdam - Bei der Suche nach zwei vermissten Brüdern helfen jetzt viele Niederländer mit: Im Internet riefen Bürger zu privaten Suchaktionen auf. Am Vortag durchkämmten Dutzende Privatpersonen das Erholungsgebiet Doornse Gat bei Utrecht.
Dort war der Vater von Ruben, 9, und Julian, 7, am Dienstag tot aufgefunden worden. Nach Angaben der Polizei hatte er sich das Leben genommen. Seine Söhne waren mit dem 38-Jährigen unterwegs und sind seitdem verschwunden.
Die Unterstützung der selbst ernannten Helfer betrachtet die Polizei mit gemischten Gefühlen. Man verstehe sehr gut, dass die Menschen helfen wollten, sagte ein Sprecher. "Aber es ist sehr fraglich, ob dies nützt und ob es sinnvoll ist." Er riet, die Sucher sollten ihre Aktionen auf jeden Fall mit der Polizei absprechen. Es bestehe die Gefahr, dass Bürger einen Glückstreffer landeten, eine Spur fänden und dabei aus Versehen Hinweise zerstörten.
Laut Polizei ist es völlig unklar, wo sich der Vater in der Nacht zum Dienstag von seinen Kindern trennte. Am Montagabend war er mit ihnen noch an einer Tankstelle in Beek im südniederländischen Limburg gesehen worden. Die Ermittler hoffen, dass er sie "bei jemandem, den wir noch nicht kennen" gelassen hat.