Verschwundene Boeing: Suche nach MH370 erfolglos - DER SPIEGEL
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Flug MH370 Suche mit Tauchdrohne bringt keine Hinweise

Rund 300 Quadratkilometer Meeresboden hat eine Tauchdrohne im Indischen Ozean abgesucht - ohne auch nur eine Spur des verschollenen Flugzeugs der Malaysia Airlines zu finden. Dabei hatte es in dem Areal Hinweise auf die Blackbox der Maschine gegeben.
Tauchdrohne Bluefin 21: Kein Erfolg bei der Suche nach MH370
Tauchdrohne Bluefin 21: Kein Erfolg bei der Suche nach MH370

Tauchdrohne Bluefin 21: Kein Erfolg bei der Suche nach MH370

Foto: REUTERS/Australian Defence Force
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Perth - Der Einsatz einer Tauchdrohne im Indischen Ozean hat keine Hinweise auf den Verbleib von Flug MH370 gebracht. Das von Australien koordinierte Suchteam teilte mit, der Roboter habe per Sonarscan 95 Prozent eines 310 Quadratkilometer großen Gebietes im Indischen Ozean abgesucht, aber nichts von Interesse gefunden. Bei dem Areal handelt es sich um einen Kreis mit dem Radius zehn Kilometer.

Das Mini-U-Boot "Bluefin 21" erstellt eine dreidimensionale Karte des Meeresgrundes. Es war an der Stelle im Einsatz, an der Anfang April Signale empfangen worden waren, die denen eines Flugschreibers ähneln. Das Meer ist an der Stelle rund 4,5 Kilometer tief. Das Gebiet soll in wenigen Tagen komplett abgesucht sein. Danach soll "Bluefin 21" die angrenzenden Gebiete untersuchen. Dann könnten auch Geräte zum Einsatz kommen, die tiefer als der Roboter tauchen können.

Seit die Maschine mit 239 Menschen an Bord Anfang März auf dem Weg von Kuala Lumpur nach Peking verschwand, fehlt von ihr jede Spur. Ein Einsatzteam sucht im Indischen Ozean nach Überresten des Flugzeugs. Am Freitag waren wieder acht Flugzeuge und zehn Schiffe im Einsatz, um in einem 40.000 Quadratkilometer großen Gebiet etwa 1600 Kilometer nordwestlich von Perth nach Wrackteilen zu suchen.

Malaysia will in der kommenden Woche einen vorläufigen Untersuchungsbericht zum Verschwinden des Fluges veröffentlichen. Am Mittwoch hatten malaysische Regierungsvertreter erklärt, dass der Bericht bereits an die Internationale Zivilluftfahrt-Organisation ICAO übergeben worden sei. Diese schreibt vor, dass binnen 30 Tagen nach einem solchen Vorfall ein Bericht zum Stand der Lage verfasst wird.

Derzeit sei ein "internes Ermittlungsteam von Experten" noch mit der Durchsicht des Reports beschäftigt, sagte Regierungschef Najib Razak dem Sender CNN. Es sei aber wahrscheinlich, dass der Bericht kommende Woche veröffentlicht werde.

Auf die Frage, weshalb Ermittler die Daten nun noch durchsehen würden und ob das bedeute, dass der Bericht etwas "Unangenehmes" enthalte, entgegnete Najib, davon gehe er nicht aus. Um der Transparenz Willen werde der Bericht alsbald veröffentlicht.

Malaysias Regierung ist federführend bei der Untersuchung des Falles, weil die Maschine in dem Land registriert war. Bislang machten die Ermittlungen aber vor allem wegen zurückgehaltener Daten, Fehlinformationen und organisatorischer Schwächen Schlagzeilen. So beschweren sich Angehörige der Passagiere immer wieder darüber, sie würden nicht ausreichend und zügig informiert.

ulz/AFP/AP