Versenktes Fischereischiff 71 Minuten vorher geortet
Honolulu - Die Ermittlungen der US-Verkehrssicherheitsbehörde (NTSB) hätten unter anderem ergeben, dass die "Greeneville" am 9. Februar um 12.32 Uhr passiven Sonarkontakt zu einem Schiff hatte, das als "Sierra 13" registriert wurde. Die US-Marine habe später rekonstruiert, dass es sich bei "Sierra 13" um die "Ehime Maru" handelte, sagte NTSB-Mitglied John Hammerschmidt. Das japanische Schulschiff war unmittelbar nach der Kollision um 13.43 Uhr gesunken. Dabei wurden wahrscheinlich neun Menschen getötet.
Der zuständige Offizier der "Greeneville" suchte demnach vor dem Auftauchen mit einem Periskop mehrmals die Umgebung des U-Boots ab. Auch die Zivilisten hätten die Bewegungen des Periskops auf einem Videomonitor verfolgt. Abgesehen von einer Frau sagten alle aus, sie hätten eine freie Meeresoberfläche gesehen, wie Hammerschmidt betonte.
Das für Sonarkontakte zuständige Besatzungsmitglied habe in der Stunde vor dem Unglück vorübergehend seinen Posten verlassen, weil 16 zivile Gäste im Kontrollraum waren.