Verseuchte Flüsse: Jetzt färbt sich das Wasser rot - DER SPIEGEL
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Verseuchte Flüsse Jetzt färbt sich das Wasser rot

Die Verschmutzung der zyanidverseuchten Donauregion nimmt kein Ende: Am Wochenende ist ein rötlicher Film einen Theiß-Zufluss hinabgeschwommen. Inzwischen sind die Umwelt-Experten der Uno in Ungarn eingetroffen.
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Budapest - Bei der neuerlichen Verschmutzung, diesmal im Theiß-Zufluss Kraszna, soll es sich um Textilfarbe handeln. Wie das Zyanid kam sie aus Rumänien. Ein zwei Kilometer langer Teppich rötlicher Färbung war den Fluss hinabgeschwommen. Auf ungarischem Gebiet wurden Mangan- und Phenolkonzentrationen unter den zulässigen Grenzwerten gemessen.

In Ungarn sind die lang erwarteten Uno-Experten mit einem mobilen Labor eingetroffen. Das bestätigte der Sprecher des Umweltschutz-Ministeriums, Gabor Kollath, am Montag in Budapest. Sie sollen den Zustand der Flüsse Szamos und Theiß untersuchen, nachdem die Zyanid-Welle vor vier Wochen das Leben in diesen Gewässern weitgehend vernichtet hat. Das Gift stammte aus der rumänischen Goldmine Baia Mare.

Die Uno-Wissenschaftler werden in den kommenden Tagen an mehreren Stellen Wasserproben entnehmen. Darüber hinaus sollen einheimische Experten, Vertreter von Umweltschutzorganisationen und betroffene Anrainer angehört werden. Ein Abschlussbericht wird am 7. März in Genf vorgelegt.

Aus dem Oberlauf der Theiß werden weiterhin tote Fische in großer Zahl geborgen. Dies ist darauf zurückzuführen, dass der Fluss zum Zeitpunkt der Zyanid-Verseuchung in seinem Oberlauf noch vereist war und die Fischkadaver unter der Eisdecke eingeschlossen waren. Weiterhin werden auch Wildtiere und Vögel gefunden, die an vergifteter Nahrung verendet sind.