An Arbeit wird es diesen Frauen in einer Recyclingfabrik in Bangladeschs Hauptstadt Dhaka auf absehbare Zeit nicht mangeln: Etwa 650 Tonnen Plastikmüll fallen in der Zehn-Millionen-Einwohner-Stadt täglich an, darunter unzählige Einwegflaschen. Weniger als die Hälfte dieser Menge wird wiederverwertet. Ein Großteil wird nicht korrekt entsorgt, auch fehlt es an modernen Aufbereitungsanlagen.
2002 hatte Bangladesch zwar als weltweit erstes Land ein Verbot dünner Plastiktüten angeordnet – doch das Wachstum der Müllmassen konnte die Maßnahme nicht bremsen. Durchschnittlich 170 Kilogramm Abfall pro Jahr und Kopf produzieren Stadtbewohner dort inzwischen. Im Vergleich mit Deutschland aber ein bescheidener Wert: Hierzulande ist es fast dreimal so viel.