Versperrte Fluchtwege: Die schlimmsten Großbrände - DER SPIEGEL
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Versperrte Fluchtwege Die schlimmsten Großbrände

Wenn Fluchtwege versperrt, schwer zugänglich oder gar nicht vorhanden sind, kann aus einem Gebäudebrand schnell eine Katastrophe werden. Extrem hohe Opferzahlen sind keine Seltenheit.
Dieser Beitrag stammt aus dem SPIEGEL-Archiv. Warum ist das wichtig?

22. Mai 1967:

Im Kaufhaus "A l'Innovation" im Zentrum Brüssels sterben bei einem Großbrand 253 Menschen.

18. Februar 1977: In einem Kino in der nordwest-chinesischen Stadt Yilia bricht Feuer aus. 694 Menschen sterben, 597 davon waren Kinder.

19. August 1978: Brandstifter legen in einem Kino in der iranischen Stadt Abadan Feuer. 377 Menschen fallen ihnen zum Opfer. Viele werden vor verschlossenen Ausgängen tot getrampelt.

8. Dezember 1994: Versperrte Notausgänge werden 323 Menschen in einem Kino in Karamay im Nordwesten Chinas zum Verhängnis. Die meisten Todesopfer sind Kinder. Als Ursache des Brandes vermuten die Ermittler einen Kurzschluss.

23. Dezember 1995: Während einer Schulfeier im nordindischen Dabwali setzen überlastete Stromleitungen eine Nylonplane des Festsaals in Brand. Mindestens 425 Menschen kommen ums Leben, die meisten davon Kinder. Es gab nur einen Ausgang.

25. Dezember 2000: Mit Eisengittern verbarrikadierte Fluchtwege hinderten in einem Geschäftszentrum in zentralchinesischen Luoyang die Menschen an der Flucht vor den Flammen. Mindestens 309 Menschen kommen ums Leben, viele davon in einer Disco. Das Feuer war bei Schweißarbeiten im Keller ausgebrochen.

29. Dezember 2001: In der historischen Altstadt von Lima (Peru) sterben am rund 300 Menschen, als ein Einkaufszentrum und vier Häuserblocks niederbrennen. In einem Laden für Feuerwerksartikel hatte ein Verkäufer einen Silvester-Böller vorgeführt.