Verzweifeltes Känguru: Mit dem Kopf durch die Fensterscheibe - DER SPIEGEL
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Verzweifeltes Känguru Mit dem Kopf durch die Fensterscheibe

Ein ausgehungertes und verletztes Känguru vergaß auf der Suche nach Nahrung und Wasser sämtliche tierischen Hemmungen. Mit einem großen Satz sprang es durch die Fensterscheibe eines Wohnhauses - ein fataler Fehlsprung.
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Melbourne - Das Tier zog sich beim Sprung durch die Fensterscheibe an Kopf und Bauch Schnittwunden zu und brach schließlich unter einem Tisch zusammen. Wie Kate Bodley, eine Ärztin des Zoos der australischen Metropole, am Montag erklärte, habe man das Känguru noch lebend gefunden. Wenige Stunden später sei es allerdings an seinen Verletzungen verendet.

Hausbewohnerin Melanie Coonan schlief, als das Känguru durch die Scheibe sprang und sich in den Jalousien verfing. Das Tier sei anschließend verzweifelt durch das ganze Haus gehüpft und habe eine Spur von Blut, Scherben und umgestürzten Möbeln hinterlassen. Vermutlich habe der Stress, dem das Känguru ausgesetzt war, zu seinem Tod beigetragen, sagte Bodley.

Ein Sprecher des australischen Tierschutzvereins (RSPCA) erklärte, die anhaltende Trockenheit führe dazu, dass Kängurus immer häufiger in Vororten nach Nahrungsmitteln und Wasser suchen. Die Dürre wird nach Ansicht von Experten vom Einsetzen des Klimaphänomens El Niño verursacht.