Viele Opfer Naturkatastrophen erschüttern Japan und die Philippinen
Tokio/Manila - Ein Erdbeben der Stärke sechs auf der Richterskala hat am Sonntag zwei japanische Inseln 170 Kilometer südlich von Tokio erschüttert. Wie das Meteorologische Zentrum mitteilte, gab es keine Berichte über Verletzte.
Allerdings löste das Beben auf der 2300 Einwohner zählenden Insel Kozushima mindestens 21 Erdrutsche aus und riss stellenweise den Erdboden auf. Zudem platzten drei Wasserleitungen, Betonwände stürzten ein.
Das Zentrum des Erdbebens wurde zehn Kilometer unter dem Meeresboden nahe Kozushima und der Nachbarinsel Niijima geschätzt. Warnungen vor Flutwellen wurden nicht ausgegeben. Die Bewohner Kozushimas waren erst vor einer Woche von einem Erdbeben der Stärke 6,4 heimgesucht worden. Ein Behördensprecher warnte am Sonntag vor weiteren Nachbeben.
Unterdessen schwächte sich der Taifun "Kirogi" im Norden des Landes zu einem tropischen Zyklon ab. Auf seiner Jagd über die Nordostküste hatte "Kirogi" am Vortag zwei Schuljungen in den Tod gerissen. Ein 13-Jähriger verschwand in einer Flutwelle und galt am Sonntag als vermisst.
Mindestens vier Personen wurden verletzt als der dritte Taifun dieser Saison am Samstag mit starken Winden und schweren Regenfällen über das Land peitschte und mehr als 2200 Häuser unter Wasser setzte.
Am selben Tag spuckte der Vulkan Oyama auf der 180 Kilometer südlich von Tokio gelegenen Insel Miyakejima Rauchwolken und etwas Asche aus. Die Bewohner wurden zu Vorsicht aufgefordert. Es gebe aber keine Anzeichen von Magma-Aktivitäten.
Auf den Nord-Philippinen haben die Taifune "Kirogi" und "Kai-Tak" nach einer ersten Bilanz mindestens 35 Menschen in den Tod gerissen und Millionenschäden angerichtet. Die meisten Opfer seien bei Überflutungen oder Boots-Havarien ertrunken, teilte der Katastrophenschutz am Sonntag mit. Noch immer würden 14 Menschen vermisst.
Der zweite Taifun "Kai-Tak" bewegte sich derweil von den Philippinen nach Norden in Richtung Taiwan weg. Von den tropischen Stürmen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 170 km/h und schweren Regenfällen waren den Angaben zufolge rund 1,2 Millionen Menschen in zwölf Provinzen betroffen.
Mehr als 53.000 Einwohner flohen in Panik. Die Taifune zerstörten mehr als 1400 Häuser.